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Marktbericht

Aktuelle News

Futtermittelbranche warnt vor ordnungspolitischen Eingriffen in die Rohwarenmärkte

Mit Blick auf die laufende Debatte um gentechnisch veränderte Organismen (GVO) in der Fütterung hat der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) vor ordnungspolitischen Eingriffen in die Rohwarenmärkte gewarnt. DVT-Geschäftsführer Dr. Hermann-Josef Baaken warnte heute in Berlin, dass Importverbote, willkürliche Einsatzbeschränkungen oder übertriebene Vorgaben aus der Lebensmittelwirtschaft zu dramatischen Marktveränderungen und Wettbewerbsverlusten für die heimische Veredlungswirtschaft führen könnten. Im Ergebnis sei mit einer Verteuerung von Lebensmitteln und der Verdrängung der Produktion ins Ausland zu rechnen.

Dies gilt nach Überzeugung Baakens auch bei einer Einschränkung des Einsatzes von importierten Eiweißfuttermitteln wie Soja. Verzichte man in Deutschland zur Vermeidung von GVO-Futtermitteln ganz auf den Proteinimport, würde dies wegen des Rückgangs der tierischen Produktion und der Wettbewerbsnachteile volkswirtschaftliche Verluste von rund 30 Mrd Euro nach sich ziehen, bilanzierte Baaken mit Hinweis auf eine entsprechende Untersuchung von Prof. Michael Schmitz von der Justus-Liebig-Universität in Gießen.

Dabei ist der auch ein Umstieg auf heimische Kulturen wie Leguminosen laut DVT-Präsident Jan Lahde keine realistische Alternative. Deren Einsatz sei zwar wünschenswert; allerdings bleibe der Anbau von Ackerbohnen und Erbsen in Deutschland Förderung ein Nischengeschäft, das den Markt auf absehbare Zeit nicht annähernd versorgen könne, stellte Lahde klar. Zudem sei deren Produktion unter den deutschen Witterungsbedingungen mit Qualitäts- und Ertragsrisiken verbunden.

Nach Darstellung von Baaken kann daher nicht auf den Import von Eiweißfuttermitteln verzichtet werden. Da aber von der Lebensmittelwirtschaft und der Gesellschaft letztlich eine Koexistenz der verschiedenen Rohstoffe gewünscht sei, müsse sich die Futtermittelbranche auf die Herausforderung einstellen, erklärte der DVT-Geschäftsführer. Damit verbunden seien aber Mehrkosten und deren notwendige Entlohnung durch die Kunden.

Nicht zuletzt aus diesem Grund fordert der Verband von der Bundespolitik für die nächste Legislaturperiode ein klares Bekenntnis zum internationalen Agrarhandel und zur Nutzung aller innovativen Technologien, einschließlich der grünen Gentechnik. Darüber hinaus erwartet der DVT den weiteren Abbau von Handelshemmnissen, die Einhaltung vergleichbarer Standards und eine „ehrliche Produktkennzeichnung“. AgE

Mischfutterabsatz trotz Marktkrise bei den Veredlern gestiegen

Obwohl an den Märkten für Milch und Schweinefleisch im vergangenen Jahr manche Verwerfungen auftraten, hat der Absatz von Mischfutter darunter offensichtlich nicht gelitten. Wie der Deutsche Verband Tiernahrung (DVT) heute in Berlin berichtete, wurde im Kalenderjahr 2016 mit 23,8 Mio t etwa 400 000 t mehr Mischfutter abgesetzt als ein Jahr zuvor. Dabei legte die Nachfrage in sämtlichen Mischfuttersparten leicht zu.

Nach Darstellung von DVT-Präsident Jan Lahde hatte die schlechte Stimmung der Milch- und Fleischerzeuger im vergangenen Jahr eigentlich weitere Einbußen beim Mischfutterverkauf vermuten lassen. Die Tierhalter hätten aber weiter auf den Einsatz hochwertiger Futtermittel gesetzt. Allerdings kam es Lahde zufolge regional und auch sortenspezifisch zu spürbaren Mengenverschiebungen. So habe sich die Mischfutternachfrage in Süd- und Ostdeutschland insgesamt leicht verringert, während der veredlungsstarke Nordwesten und Norden der Republik seine Position als wichtigste Absatzregion absolut und anteilsmäßig weiter ausgebaut habe, insbesondere beim Legehennenfutter.

Der wertmäßige Gesamtumsatz mit Futtermitteln ist laut Angaben des DVT-Präsidenten 2016 vor allem aufgrund niedrigerer Rohstoffpreise um schätzungsweise 5,6 % auf rund 7,1 Mrd Euro zurückgegangen. Davon entfielen 6,3 Mrd Euro auf Mischfutter.

Da der Verband auch für die nächsten Monate von einer guten Rohstoffverfügbarkeit ausgeht, rechnet er mit wenig veränderten Preisen für Mischfutter. Auch beim Absatz setzt er vorläufig auf Stabilität. Dies gilt insbesondere für den Verkauf von Rindermischfutter, während beim Geflügelfutter wegen der noch immer nicht überstandenen Geflügelpestkrise Umsatzverluste für möglich gehalten werden.

Zur Entwicklung der Nachfrage nach Schweinemischfutter stellte Lahde fest, dass die Auswirkungen verschiedener staatlicher Reglementierungen mit Blick auf die Verbraucherwünsche und den Umweltschutz abgewartet werden müssten. Die aktuell diskutierten Tierwohlkriterien, ergänzt um die Genehmigungen von Ställen und die nun beschlossene Düngeverordnung, dürften zwar zu Anpassungen in den Ställen und auf dem Acker führen, so der Verbandspräsident. Diese Einflussgrößen würden sich allerdings eher mittelfristig auswirken. AgE

Düngepaket soll abschließende Hürde im Bundesrat nehmen

Die langwierigen und mühsamen Verhandlungen von Bund und Ländern zum „Düngepaket“ könnten am kommenden Freitag ihren Abschuss finden. Der Bundesrat wird der Novelle der Düngeverordnung nach Maßgabe einer Reihe von Änderungen zustimmen. Nach der neuerlichen Verständigung aus der vergangenen Woche sollen die Änderungen nicht über den von allen Seiten ausgehandelten Kompromiss vom Januar dieses Jahres hinausgehen.

Beschließen wird die Länderkammer die Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen. Bei der sogenannten Anlagenverordnung hatten sich die Länder bereits vor geraumer Zeit auf eine Regelung zum Bestandsschutz von Güllelagern geeinigt. Die Änderung des Düngegesetzes als weiterer Bestandteil des Düngepakets war bereits vor einigen Wochen von Bundestag und Bundesrat beschlossen worden.

Nicht zu verwechseln mit der Düngeverordnung ist die Düngemittelverordnung, die ebenfalls auf der Tagesordnung der Bundesratssitzung steht. Der Neuregelung zur Verwendung von Polymeren wird die Länderkammer ebenso zustimmen wir der Änderung der Grundwasserverordnung zur Umsetzung von EU-Vorgaben. Beschlossen werden sollen schließlich Änderungen der Direktzahlungen-Durchführungsverordnung und der InVeKos-Verordnung.

Stellung nehmen wird der Bundesrat zu einer Reihe von Gesetzentwürfen der Bundesregierung. Das reicht vom Entwurf zur Modernisierung des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung über eine Regelung zum Schutz vor invasiven gebietsfremden Arten und eine Novelle des Genossenschaftsgesetzes bis zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes sowie des Energiesteuer- und Stromsteuergesetzes.

Insgesamt behandelt die Länderkammer in ihrer letzten Sitzung vor der Osterpause 85 Tagesordnungspunkte. AgE

Wieder keine Entscheidung zur Anbauzulassung für genveränderten Mais

Die heutige Abstimmung zur Zulassung von drei genveränderten Maislinien in der Europäischen Union hat keine Entscheidung gebracht. Im zuständigen Berufungsausschuss zur Wiederzulassung der Maislinie MON810 von Monsanto sowie zur Erstzulassung der Maislinien 1507 von Dow-Pioneer und Bt11 von Syngenta konnten sich die Mitgliedstaaten nicht mit qualifizierter Mehrheit dafür oder dagegen aussprechen.

Zudem legte die EU-Kommission einen Vorschlag zum Import von neuen gentechnisch veränderten Maissorten der Firma Syngenta vor. Dieser würde die Verwendung von fünf verschiedenen Sorten und deren Subkombinationen erlauben. Auch hier gab es keine Entscheidung. Deutschland hat sich bei den heutigen Abstimmungen enthalten.

Die deutsche Enthaltung von Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt wurde von der grünen Europaabgeordneten Monika Heubuch und ihrem Partei- und Fraktionskollegen Martin Häusling kritisiert. Gerade die Maislinie 1507 sei in Brasilien bereits stark von Schädlingen befallen, erklärte Heubuch. Sie warnte, dass dort durch die Gentechnik der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln um ein Vielfaches gestiegen sei.

Der Vorsitzende des Bundes Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, konstatierte, dass insbesondere die Produzenten, die Gentechnik gar nicht einsetzten, derzeit das Nachsehen hätten. Jeder Anbau von Gentechnikpflanzen irgendwo in Europa erhöhe die Gefahr von Kontaminationen. Das bedeute hohe wirtschaftliche Risiken für gentechnikfrei wirtschaftende Bauern und Lebensmittelproduzenten, so Prinz Löwenstein.

Bereits Ende Januar diesen Jahres hatte die Abstimmung im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebens- und Futtermittel (SCoPAFF) zu keinem klaren Ergebnis geführt. Auch hier hatte Deutschland sich der Stimme enthalten. Daher liegt die Entscheidung über die Anbauzulassungen jetzt bei der EU-Kommission. AgE

Krüsken warnt vor Zweckentfremdung von Agrargeldern in der Zweiten Säule

Der Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Bernhard Krüsken, hat seine Kritik an einer starken Umschichtung von Geldern aus der Ersten in die Zweite Säule bekräftigt und in diesem Zusammenhang vor einer Zweckentfremdung der Mittel gewarnt. Auf der Loccumer Landwirtschaftstagung 2017 erklärte Krüsken heute, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) müsse auch nach 2020 auf zwei Säulen fußen, wolle man entsprechend der agrarpolitischen Grundsätze der EU auch in Zukunft eine flächendeckende und wettbewerbsfähige Landwirtschaft erhalten.

Eine umfangreiche Mittelumschichtung in die Zweite Säule beschädigt nach Krüskens Auffassung auch das Vertrauen der Bauern in die Verlässlichkeit der Agrarpolitik. So könne man in einem System, in dem die Direktzahlungen einen wesentlichen Teil der landwirtschaftlichen Einkommen ausmachten, nicht alle drei Jahre die Spielregeln ändern, betonte Krüsken.

Problematisch ist ihm zufolge außerdem die nach seinen Worten „bunte“ Mittelverwendung in der Zweiten Säule. Die Gelder landeten mitunter fernab landwirtschaftlicher und umweltpolitischer Zwecke und dienten oft genug nur zur Entlastung kommunaler Haushalte, kritisierte der DBV-Generalsekretär. Er plädiert deshalb auch in der Zweiten Säule für eine klare Anbindung der Gelder an Maßnahmen aus den Bereichen Agrarwirtschaft und Ernährung.

Im Hinblick auf die GAP-Reform rechnet Krüsken mit einer auflebenden Diskussion um die Höhe des EU-Agrarbudgets. Kritikern aus dem Umweltsektor wirft er in diesem Zusammenhang vor, anzudeuten, dass Naturschutz nur dort stattfinden könne, wo keine Landwirtschaft stattfinde. Tatsächlich sei diese vorgeschobene Debatte aber nur der sichtbare Teil eines Verteilungskampfes um die Gelder, der allerdings wesentliche Ziele der GAP gefährde, erklärte der DBV-Generalsekretär.

Statt einer Agrarwende benötigt die europäische Agrarpolitik nach seiner Überzeugung eine zielgerichtete Weiterentwicklung. Krüsken macht sich dabei für eine Beibehaltung und Überarbeitung des Greening in der Ersten Säule sowie für den Erhalt einer einheitlichen Flächenprämie stark. Gekoppelten Direktzahlungen erteilte er dabei hingegen wegen der fast zwangsläufigen Marktverzerrungen eine Absage. Notwendig seien auch eine stärkere Förderung der Veredlung, dies am besten in der Zweiten Säule, sowie ein spürbarer Bürokratieabbau, betonte Krüsken. Die zurückliegenden Marktkrisen hätten zudem die Notwendigkeit von dauerhaften Sicherheitsnetzen im Rahmen der GAP deutlich gemacht. AgE

Syngenta will rechtliche Schritte in Sachen Zulassungsfristen prüfen

Der Saatgut- und Pflanzenschutzmittelhersteller Syngenta sieht schwarz, was den Zulassungsstau für Pflanzenschutzmittel bei den deutschen Behörden angeht. Auch bei deutlicher Aufstockung des Personals könnte der mittlerweile aufgelaufene Berg von rund 650 Anträgen nicht zeitnah abgearbeitet werden, stellte der Geschäftsführer der Syngenta Agro GmbH, Dr. Manfred Hudetz, heute vor Journalisten in Frankfurt fest.

„Wir haben zwar eine gut gefüllte Pipeline für neue Pflanzenschutzmittel, können die Produkte aber nicht auf den Acker bringen“, beklagte der Geschäftsführer. Um endlich eine Verbesserung der branchenbelastenden Problematik herbeizuführen, ziehe man auch rechtliche Schritte in Erwägung. „Ich habe den Eindruck, dass die Zulassungsbehörden das sogar unterstützen würden“, so Hudetz. Ein anschließendes Verfahren könne sich allerdings hinziehen.

Im Einklang mit dem Industrieverband Agrar (IVA) macht sich Syngenta für eine Reform des deutschen Zulassungssystems für Pflanzenschutzmittel stark. „Unser Vorschlag zielt auf eine dem Landwirtschaftsministerium unterstellte Institution, deren Arbeit rein wissenschaftlich basiert, politisch unabhängig und nicht weisungsgebunden ist“, erläuterte Hudetz. Das gesamte Risikomanagement und auch die Zulassungsentscheidungen müssten künftig vom selben Ministerium verantwortet werden.

Ein besseres Zeugnis stellte der Leiter des technischen Service Deutschland und Österreich, Dr. Michael Käsbohrer, den Zulassungsverfahren im Saatgutbereich aus. Das zugrundeliegende System nannte er „funktionsfähig und kalkulierbar“. Er erwähnte in dem Zusammenhang die in dieser Woche erfolgte Zulassung von fünf neuen Getreidesorten aus seinem Hause.

Im Hinblick auf die Fusion mit ChemChina bleibt die deutsche Syngenta-Geschäftsführung optimistisch. Angesichts der in den vergangenen Monaten angekündigten Zusammenschlüsse anderer global agierender Agrargroßunternehmen fühlten sich die Kartellbehörden zu genauen Kontrollen angehalten. Auch wenn die diesbezügliche Zustimmung von Seiten der USA und der EU noch ausstehe, erwarte man einen Abschluss im zweiten Quartal. AgE

Bauernverband warnt vor Hochwasserschutz zu Lasten der Landwirte

Vor einem Hochwasserschutz zu Lasten der Landwirtschaft hat der Deutsche Bauernverband (DBV) gewarnt. Wie der Leiter des DBV-Fachbereichs Umwelt und ländlicher Raum, Steffen Pingen, heute bei der Anhörung zum Hochwasserschutzgesetz im Umweltausschuss des Bundestages betonte, unterstützt die Landwirtschaft Maßnahmen zum Hochwasserschutz, wenn hiermit gezielt Hochwasserschutz betrieben wird und nicht Ziele des Naturschutzes im Vordergrund stehen. Voraussetzung sei aber, dass die Landwirte in alle Planungen einbezogen und entschädigt würden sowie beispielsweise Flächen in Hochwasserschutzpoldern weiter uneingeschränkt nutzbar blieben.

Innerhalb der einzelnen Regelungen des Hochwasserschutzgesetzes beurteilte Pingen die neue Kategorie Hochwasserentstehungsgebiete kritisch. Diese neue Kategorie sei kein geeignetes Instrument, um das angestrebte Ziel der Hochwasservermeidung zu erreichen. Starkregenereignisse ließen sich nicht auf eine Gebietskategorie reduzieren und nicht mit Maßnahmen zur Steigerung der Versickerungsfähigkeit maßgeblich begegnen, gab Pingen zu bedenken. Der Bundesrat habe bereits in seiner Stellungnahme die Streichung der Kategorie gefordert und ausgeführt, dass Vorbeugung vor Hochwasser bei Starkregen besser durch Regenwasserrückhaltmaßnahmen in Kommunen zu erreichen sei.

Besonders problematisch ist laut Pingen zudem die geplante Gebietskategorie „Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten“, die von den Ländern auf Basis eines 100- oder 200-jährigen Hochwassers ohne Berücksichtigung beispielsweise von Hochwasserschutzmaßnahmen wie Deichen festzulegen sind. Für die Landwirtschaft sei nicht hinnehmbar, auch in von Deichen geschützten Bereichen hochwassersicher zu bauen, erklärte der DBV-Referent. Es sei weder möglich noch verhältnismäßig, hier Fahrsilos und Ställe hochwassersicher auszugestalten. Ferner sei das vorgesehene Vorkaufsrecht etwa für Gewässerränder und Maßnahmen des Hochwasser- und Küstenschutzes zu weitreichend.

Zielführender ist nach Aussage von Pingen indes, kooperativ mit den Landwirten an Gewässern freiwillig Randstreifen zu bewirtschaften. Nachvollziehbar sei für den DBV zwar, dass in festgesetzten Überschwemmungsgebieten keine neuen Baugebiete ausgewiesen werden dürfen. Unbegreiflich sei jedoch, vorhandene bauliche Anlagen wie zum Beispiel landwirtschaftliche Betriebe in diesen Gebieten nicht erweitern zu dürfen. AgE

Union fordert „lückenlose Aufklärung“ des brasilianischen Fleischskandals

Eine „lückenlose Aufklärung“ des aktuellen Fleischskandals in Brasilien hat der agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, gefordert. Der gesundheitliche Schutz der Verbraucher müsse an erster Stelle stehen, erklärte Holzenkamp heute im Ernährungsausschuss des Bundestags. Deshalb müsse genau geklärt werden, ob und in welchem Umfang Europa und Deutschland betroffen seien. Eine Gefährdung der Verbraucher durch verdorbenes oder gestrecktes Fleisch sei nicht akzeptabel.

Sofern nicht auszuschließen sei, dass solche Produkte auch auf den europäischen Markt gelangen könnten, müssten weitergehende Maßnahmen ergriffen werden, unterstrich Holzenkamp. Das Bundeslandwirtschaftsministerium legte zum Geschehen in Brasilien auf Antrag der Koalitionsfraktionen einen Sachstandsbericht vor. Der Skandal war vergangene Woche nach einer Razzia bekannt geworden. Fleischverarbeiter wie JBS SA und Brasil Foods sollen demnach verdorbenes und teilweise mit krebserregenden Mitteln behandeltes Rindfleisch sowie mit lebensmittelfremden Stoffen gestrecktes Geflügelfleisch verkauft haben.

Unter anderem aus diesen Gründen sind inzwischen landesweit 21 Betriebe für den Export, nicht aber für den Inlandsabsatz gesperrt. In den Unternehmen wurden Verhaftungen und in den Überwachungsbehörden Suspendierungen vorgenommen. International stoppten mehrere Länder ganz oder teilweise ihre Importe an brasilianischem Rind- und Geflügelfleisch, darunter China, Südkorea und Mexiko. Die Europäische Union schloss die Grenzen für einzelne brasilianische Lieferanten. AgE

Schwieriger Markt bremst Agravis

Sinkende Preise für Agrarerzeugnisse und Betriebsmittel haben bei der Agravis Raiffeisen AG im Geschäftsjahr 2016 auf die Bilanz gedrückt. In strategischer Hinsicht konnte die Gruppe nach eigenen Angaben jedoch Erfolge verbuchen und neue Akzente setzen. Wie das Unternehmen heute in Münster berichtete, sank der Umsatz binnen Jahresfrist um rund 11 % auf 6,15 Mrd Euro; das Ergebnis vor Steuern ging um 8 % auf 41,6 Mio Euro zurück. Nach Angaben des Vorstandsvorsitzenden Andreas Rickmers war auch der Verkauf von drei Unternehmen an die Ceravis AG mit einem Umsatzvolumen von insgesamt rund 300 Mio Euro für den Erlösrückgang verantwortlich.

Ein Minus von 15 % auf 2,944 Mrd Euro musste die Agravis in ihrem umsatzstärksten Segment Pflanzen hinnehmen, wozu dem Unternehmen zufolge neben niedrigen Preisen auch ein geringer Getreideexport beigetragen hat. Im Geschäftsbereich Tiere ging es - mitbedingt durch die schwierige Situation der Veredlungswirtschaft - mit den Erlösen um 5 % auf 1,138 Mrd Euro bergab. Die Einnahmen in der Energiesparte verringerten sich um 17 % auf 1,037 Mrd Euro. Aufwärts ging es dagegen in den Bereichen Technik und Märkte. Trotz der Einbußen konnte die Agravis aus Rickmers Sicht 2016 erneut beweisen, „dass sie gerade in schwierigen Zeiten in der Lage ist, unternehmerische und strategische Akzente zu setzen“, und zwar durch Investitionen in die regionalen Standorte, Kooperationen, Akquisitionen und Internationalisierung.

Einer Fusion mit der Raiffeisen Waren-Zentrale Rhein-Main (RWZ) erteile der Vorstandsvorsitzende eine klare Absage. Stattdessen wolle man auf dem „soliden Fundament“ des Unternehmens aufbauen und „die nächsten Stockwerke hinzufügen“. Das laufende Jahr wird nach Einschätzung der Konzernleitung allerdings „noch einmal ein schwieriges“ werden. Erwartet wird ein Umsatz und Ergebnis vor Steuern auf Vorjahresniveau. Das Investitionsvolumen soll mit 63 Mio Euro weiterhin auf einem hohen Niveau und deutlich über den Abschreibungen liegen.

In den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres verlief das Geschäft laut Rickmers „deutlich besser“ als im Vorjahr. Als Trendwende sei das allerdings noch nicht zu werten. Erst für 2018 rechnet die Agravis mit einer „Belebung des Marktes“. AgE

Winter 2016/17 aus Sicht der Ackerbauern meist zu trocken

Der Winter 2016/17 ist aus Sicht der deutschen Landwirtschaft verbreitet zu trocken ausgefallen; allerdings dürfte der Frost im Januar für eine ordentliche Bodengare gesorgt haben. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) heute in seiner Bilanz zum Agrarwetter im zurückliegenden Winter feststellte, dominierte im Dezember 2016 Hochdruckwetter mit viel Sonne, aber auch Nebel. Die geringen Niederschläge hätten den Bodenwasservorrat nicht auffüllen können. Immerhin hätten zwischenzeitlich kalte Temperaturen dafür gesorgt, dass die Winterungen abgehärtet worden seien. Die Bestandsruhe sei dabei auch durch gelegentliche Tiefausläufer nicht unterbrochen worden.

Nach Angaben des DWD ließ starker Hochdruckeinfluss auch im Januar die Winterruhe der Kulturen andauern. Bei regional anhaltendem Dauerfrost habe sich verbreitet eine Schneedecke von 10 cm bis teils 70 cm Höhe gebildet. Der Frost habe eine Eisweinlese ermöglicht und dafür gesorgt, dass die Zwischenfrüchte weitgehend abgefroren seien. Dennoch sei es auch im Januar insgesamt zu trocken geblieben.

Im Februar war der Winter laut Darstellung des Wetterdienstes bei überwiegend milden Temperaturen meist schon auf dem Rückzug. Eine kräftige westliche Strömung mit vielen niederschlagsreichen Tiefausläufern habe gleichzeitig in weiten Teilen des Landes die Bodenfeuchtesituation verbessert. Auf leichten Böden und an trockenen Standorten war dem DWD zufolge zu diesem Zeitpunkt bereits die Gülleausbringung möglich. Andernorts hätten häufige Niederschläge allerdings das Befahren der landwirtschaftlichen Flächen verhindert. AgE
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