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Marktbericht

Aktuelle News

FAO Index für Milchprodukte gibt im September weiter nach

Das globale Preisniveau für Milchprodukte verzeichnet zum Ende des dritten Quartals einen weiteren Rückgang. Im September erreichte der von der FAO ermittelte Index 191,5 Punkte und lag damit um 2,4 % unter dem Ergebnis der vorangegangenen Betrachtung. Der Abwärtstrend setzte sich somit den vierten Monat in Folge fort. (AMI)

Milchanlieferung geht saisonal weiter zurück

Ende September ist die Milchanlieferung anhaltend rückläufig und folgt dem Trend der vergangenen Wochen. Dabei bewegt sich das Rohstoffaufkommen seit Mitte September leicht unterhalb des Vorjahresniveaus.

Das Rohstoffaufkommen in Deutschland ist in der letzten Septemberwoche weiter zurückgegangen. Nach Berechnungen der Zentrale Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) erfassten die Molkereien in der 39. Kalenderwoche bundesweit 0,3 % weniger Milch als in der Woche zuvor. Damit schwächte sich der Rückgang im Vergleich zur vergangenen Woche leicht ab. Der Rückstand gegenüber dem Vorjahr lag weiter bei 1,0 %. Trotz der zuletzt leicht rückläufigen Tendenzen wurde in den ersten neun Monaten von 2018 in der Summe 1,8 % mehr Milch von deutschen Molkereien erfasst als im Vorjahr. (AMI)

Bio-Erzeugerpreise auf reduziertem Niveau stabilisiert

Im August lagen die Preise für ökologisch erzeugte Milch in Deutschland unverändert auf dem Niveau des Vormonates. Nur einzelne Molkereien änderten etwas an ihrer Auszahlungsleistung. Damit ist der Rückgang vorerst gestoppt.

Im August erhielten die Bio-Milchbetriebe nach ersten Berechnungen der AMI im bundesweiten Schnitt rund 47,2 Ct/kg für ihren ökologisch erzeugten Rohstoff mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das war in etwa so viel wie im Vormonat. Damit setzte sich der Abwärtstrend bei den Bio-Milchpreisen, der im März eingesetzt hatte, nicht weiter fort. Vielmehr stabilisierten sich die Preise über den Sommer. Das Vorjahresniveau wurde dabei allerdings weiter verfehlt. Nachdem die Vorjahreslinie bis Februar noch überschritten worden war, stellte sich im weiteren Verlauf ein Rückstand ein, der bis August auf 1,3 Ct gewachsen ist. Daran dürfte sich vor dem Hintergrund des Preisanstieges im Vorjahr auch in den Folgemonaten wenig ändern.

Gleichzeitig hat sich die Schere zwischen den Preisen für ökologisch und konventionell erzeugter Milch im Verlauf des dritten Quartals weiter verringert. Sie belief sich im August auf 13,1 Ct. Ausschlaggebend hierfür war, bei recht stabilem Verlauf der Bio-Milch, der gleichzeitige Anstieg im konventionellen Bereich. Hier kletterten die Preise durchschnittlich um rund 0,7 Ct auf 34,1 Ct/kg. Trotzdem erhielten die Bio-Betriebe damit noch rund 40 % mehr für ihren Rohstoff als ihre konventionell wirtschaftenden Kollegen.(AMI)

Preisanstieg bei Rohmilch setzt sich fort

Mit den Milcherzeugerpreisen ging es im August weiter bergauf. Maßgeblich hierfür waren vor allem die Zugewinne bei fetthaltigen Produkten in den vorangegangenen Monaten, auch wenn es bei der Butter teils kräftige Korrekturen nach unten gab. Die weitere Entwicklung wird von der eingeschränkten Grundfutterversorgung bestimmt werden. Deren regional produktionsdämpfende Wirkung könnte jedoch teils durch den Einsatz von Zukauffuttermitteln kompensiert werden.

Nach Schätzung der AMI zahlten die Molkereien im August im bundesweiten Mittel 34,1 Ct/kg für konventionell erzeugte Kuhmilch mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Das waren rund 0,7 Ct mehr als im Monat zuvor. Der Anstieg der Milcherzeugerpreise hat sich damit den dritten Monat in Folge fortgesetzt. Im Vergleich zum Vorjahr fiel das Wachstum jedoch schwächer aus. Damals wurden über den Sommer monatlich Zuwächse von über 1,0 Ct erzielt. Dementsprechend hat sich der Rückstand zum Vorjahresergebnis ein weiteres Mal vergrößert. Dieser belief sich im August auf 3,3 Ct. (AMI)

Pflanzenölpreise geben nach

Der Pflanzenölindex der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) ist im August 2018 auf den tiefsten rund 3 Jahren gesunken. Besonders die Preisschwäche bei Palm- und Sojaöl haben zu dem Rückgang geführt.

Die Forderungen für Pflanzenöle haben sich seit Jahresanfang kontinuierlich abgeschwächt und erreichten im August 2018 den niedrigsten Stand seit 35 Monaten. Der FAO Pflanzenölindex, der die Preisentwicklung der weltweit 10 bedeutendsten Pflanzenöle abbildet, hat in den ersten acht Monaten 2018 mehr als 15 % nachgegeben und notierte zuletzt ein Viertel unter dem zurückliegenden Höchststand vom Januar 2017. Dabei belasteten besonders die schwächeren Forderungen für Palm-, Soja- und Sonnenblumenöl den Sektor. Die rückläufige Nachfrage nach Palmöl vor allem aus Indien und der EU-28 und dem daraus resultierenden Anstieg der Palmölvorräte in Malaysia und Indonesien haben die Preise stark unter Druck gesetzt. Die Forderungen für Sojaöl wurden indes durch das global üppige Angebot an Sojabohnen und die Rekordsojaverarbeitung in den USA und Brasilien belastet. Die Sonnenblumenölpreise tendierten aufgrund der Aussicht auf eine üppige Sonnenblumenernte 2018 in der Ukraine deutlich schwächer. (AMI)

Düngernachfrage bleibt unterdurchschnittlich

Die gestiegenen Rohölkurse und das schrumpfende Angebot am Weltmarkt lassen die Stickstoffdüngerpreise kräftig steigen. Das lähmt die Nachfrage der Erzeuger, zumal die Liquidität der Betriebe auf Grund der enttäuschenden Ernte 2018 eingeschränkt ist.

Der Düngermarkt hat sich im September nicht wesentlich geändert. Das Geschäft verlief schleppend. Es wurde nur sehr wenig Dünger gehandelt. Zum einen wurde saisonal kaum noch Dünger für den sofortigen Bedarf benötigt, zum anderen bot die Erlössituation in der Landwirtschaft dieses Jahr wenig Potenzial für den Düngemitteleinkauf. Es lagern aber auch noch umfangreiche Mengen auf den Betrieben, die aufgrund der Dürre der vergangenen Monate nicht verwendet werden könnten.

Darüber hinaus sind durch die extreme Trockenheit in der zurückliegenden Saison mögliche Düngergaben im Rahmen der Düngeverordnung ausgeblieben. Höhere Schiffsfrachten und knapper LKW-Frachtraum erschwerten zusätzlich den Handel.

DÜNGEMITTELABSATZ 2017/18 IST GESCHRUMPFT Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundeamtes weisen für das Wirtschaftsjahr 2017/18 überwiegend einen deutlichen Rückgang der Düngemittelverkäufe aus. Während der Stickstoff- und Phosphatdüngerabsatz jeweils fast 10 % kleiner ausgefallen ist als 206/17, sanken die Kalieinkäufe um fast 9 %.

Besonders Harnstoff wurde von den Landwirten weniger eingesetzt. Hier ging der Absatz um 28 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Bei den Kali- und Phosphatdüngemitteln ist die Nachfrage nach PK-Düngermischungen sogar um rund 50 % eingebrochen. Einzige Ausnahme stellt Kalk dar. Mit 2,9 Mio. t hat sich der Verkauf 2017/18 gegenüber dem vorrangegangenen Wirtschaftsjahr um 9,5 % erhöht. (AMI)

Trockenheit hat Sommergerstenerträge drastisch reduziert

Die Sommergerstenerträge zeigen sich in diesem Jahr äußerst heterogen. Während in Ländern mit ausreichend Niederschlag durchschnittliche, teils gute Erträge eingefahren werden konnten, werden in Mittel-, Ost- und Nordosteuropa teils katastrophalen Ausfällen verzeichnet. (AMI)

Spanien: Futtergerste kann Preisniveau weiter halten

Futterweizen gibt unter wachsendem Verkaufsdruck nach, denn die Maisernte steht bevor und die Erzeuger müssen nun Platz im Lager schaffen. Körnermais tendiert ebenfalls schwächer, Käufer halten sich zurück und spekulieren auf weitere Preisnachlässe. Gerste kann ihr Niveau halten, der Markt hat sich etwas belebt.

Die spanischen Futterweizenpreise wurden weiter zurückgenommen. Ende vergangener Woche wurden nur noch 198 EUR/t franko Lleida festgestellt, das waren 4 EUR/t weniger als eine Woche zuvor und 10 EUR/t weniger als noch vor einem Monat. Zum einen versuchen Erzeuger nun ihre Lager für die anstehende Maisernte zu räumen und sind daher eher zu Preiszugeständnissen bereit, zum anderen erzeugen die teilweise sogar noch etwas günstigeren französischen Weizenimporte Angebots- und Preisdruck.

Auch die Körnermaispreise haben weiter nachgegeben. Mit 180 EUR/t franko Lleida wurden sie zuletzt 5 EUR/t unter Vorwoche, 17 EUR/t unter Vormonat und auf einem 2-Monatstief festgestellt. Importdruck und die Aussicht auf eine große spanische Maisernte 2018 lähmen die Nachfrage, sodass am Kassamarkt nur wenig Umsatz stattfindet. Bereits seit vier Wochen stehen die Preise nun unter Druck und haben in dieser Zeit beständig nachgegeben. (AMI)

Keine Impulse für deutschen Rapsmarkt

Die Ölmühlen heben ihre Prämien nicht an und die Rapsterminkurse tendieren schwächer ? das setzt die hiesigen Kassapreise unter Druck und nimmt den Erzeugern jeglichen Verkaufsanreiz.

Die Zurückhaltung der Ölmühlen und die fallenden Rapsterminkurse lähmen die Geschäfte am deutschen Rapskassamarkt. Viele Verarbeiter sind ausreichend versorgt und müssen daher vorerst keine weiteren Mengen zu kaufen ? sie können es sich leisten, weitere Preisnachlässe abzuwarten und halten ihre Prämien unverändert. Die Rapsterminkurse in Paris schlossen zuletzt auf 365,75 EUR/t und damit 6,25 EUR/t unter Vorwochenlinie. Ausschlaggebend sind schwache US-Sojakurse, die wegen der Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China zuletzt erneut unter deutlichen Druck geraten sind.

Rapsanbieter hoffen jetzt auf eine Nachfragebelebung im Herbst, und zwar aus der Biodieselindustrie. In den Wintermonaten müssen die Mineralölkonzerne von Sommer- (SME, PME) auf Winterware (RME) umstellen. Das dürfte die Rapsölnachfrage der Biodieselproduzenten ankurbeln und damit auch den Rohstoff Raps interessanter für die Ölmühlen machen. Dagegen spricht, dass die meisten Mühlen bereits bis Jahresende 2018 mit genügend Rohstoff eingedeckt sein sollen. (AMI)

Hitzebedingt längere Aktionen mit Grillfleisch

Begann die Umstellung der Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel im Vorjahr bereits Ende August, hat das warme Wetter diese im laufenden Jahr verzögert. Entsprechend wurde im August mehr Grillfleisch beworben als im gleichen Zeitraum 2017.

UNGEWÖHNLICHE LANGE GRILLSAISON Die erfassten Unternehmen bewarben im August 2018 rund 69-mal marinierte Schweinesteaks. Gegenüber Juli ist die Werbeaktivität damit fast unverändert geblieben. Zugleich lag die Zahl aber über dem Niveau des Vorjahres, nachdem die Grillfleischsaison in den zurückliegenden Monaten eher enttäuschte. Bei naturbelassenen Schweinesteaks ergab die Analyse auf Basis von AMI Aktionspreise im LEH sogar einen Zuwachs um fast ein Viertel. Dies dürfte in erster Linie an den warmen Temperaturen liegen, die zu einer Verzögerung der Umstellung des Fleischsortiments im LEH führen.

UMSTELLUNG HAT IM AUGUST BEGONNEN Dennoch hat die Umstellung, hin zu deftigerem Rindfleisch, inzwischen begonnen. Anfang September gehörten marinierte Schweinesteaks erstmals seit mehr als drei Monaten nicht mehr zu den am häufigsten beworbenen Artikeln. Dafür tauchen inzwischen verstärkt Bratenteile oder deftige Teilstücke auf den Werbezetteln auf. Gulasch, Schweinefilet, Braten und alle Arten von Hackfleisch dürften auch in den kommenden Wochen verstärkt beworben werden. (AMI)

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