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Als moderne Agrargenossenschaft verbinden wir Tradition und Innovation. Unsere Expertise im Agrarhandel sichert Ihnen Qualität und Wachstum. Mit modernen Lösungen für eine erfolgreiche Landwirtschaft begleiten wir Sie von der Saat über die Ernte bis hin zur Vermarktung. Zusätzlich bieten wir Ihnen umfassende Energie-Angebote für Ihren Betrieb und Ihre private Energieversorgung.

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AKTUELLES

Weniger Zuschläge als möglich
Bei der ersten Ausschreibung für Biomasseenergieanlagen in diesem Jahr lag die eingereichte Gebotsmenge unterhalb des ausgeschriebenen Volumens: Von den ausgeschriebenen 727 Megawatt wurden lediglich 637 Megawatt nachgefragt – verteilt auf 494 Gebote. Laut der Bonner Behörde erhielten 388 Gebote mit einer Gesamtmenge von 491 Megawatt einen Zuschlag. Die Zuschlagswerte im Gebotspreisverfahren bewegten sich dabei zwischen 12,05 Cent pro Kilowattstunde und 19,38 Cent je Kilowattstunde, der mengengewichtete Durchschnitt lag bei 18,46 Cent je Kilowattstunde. Die meisten Zuschläge gab es nach Volumen in Bayern, gefolgt von Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Erstmals Biomassepaket angewandt Erstmals kamen bei dieser Ausschreibung die Regelungen des Biomassepakets zur Anwendung, die unter anderem die Bedingungen für Biomethananlagen verbessern. Offenbar mit Wirkung: Nachdem seit 2022 keine Zuschläge mehr für diese Anlagenart erteilt worden waren, erhielten nun alle sechs eingereichten Gebote einen Zuschlag. Ausgeschrieben warn laut BNetzA 61 Megawatt, geboten wurden 38 Megawatt. HBB fordert „Biomassepaket 2.0“ Die im Hauptstadtbüro Bioenergie (HBB) organisierten Branchenverbände zeigten sich wegen der unterdeckten Ausschreibung enttäuscht. „Praxisferne Anforderungen im EEG für Biogas wie der Maisdeckel oder die Begrenzung der Betriebsstunden verhindern Investitionen in zukunftsgerichtete Anlagenkonzepte“, kritisierte die Leiterin des HBB, Sandra Rostek. Rostek zufolge braucht es ein „Biomassepaket 2.0“, dass den Biomasseanlagenbetreibern im EEG mehr betriebswirtschaftliche Freiheit bei den Anlagekonzepten gewährt. Die Wirtschaftlichkeit müsse durch ein solches Paket gestärkt und weiterhin die flexible Strom- und Wärmeproduktion aufrechterhalten werden. AgE
Saatgutwirtschaft schlägt Alarm
Bessere wirtschaftliche und regulatorische Rahmenbedingungen für die Saatgutwirtschaft in Deutschland hat der Bundesverband der VO-Firmen (BVO) gefordert. Anlässlich des Saatguthandelstages am 9. und 10. Juni in Magdeburg warnte der Vorsitzende Jörg Hartmann vor einer schleichenden Verlagerung von Wertschöpfung ins Ausland. Die Bedingungen für die Saatgutproduktion hätten sich angesichts steigender Produktionskosten, wachsender regulatorischer Anforderungen und zunehmender Wettbewerbsnachteile im europäischen Vergleich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Druck durch Lizenzkosten Besonders kritisch sieht Hartmann die Entwicklung bei den Lizenzgebühren sowie bei den Kosten für Basis- und Vorstufensaatgut. Weil für identische Sorten im Ausland teils deutlich niedrigere Lizenzsätze anfielen, würden Vermehrungsaktivitäten verlagert, Saatgut verstärkt importiert und die heimische Wertschöpfung geschwächt. „Deutschland darf nicht auf die Rolle eines reinen Importeurs oder Händlers reduziert werden“, betonte der Verbandschef. Wegfall wirksamer Behandlungsoptionen Handlungsbedarf sieht der BVO zudem in Sachen Saatgutbehandlung und Pflanzengesundheit: Mit dem Wegfall wirksamer Behandlungsoptionen drohten erhebliche Risiken für die gesamte landwirtschaftliche Produktionskette. Regulatorische Entscheidungen müssten praktikabel sein und Innovationen ermöglichen, statt zusätzliche Bürokratie zu schaffen, forderte Hartmann. AgE
Getreide und Raps nicht ausgedüngt
Dass Raps- und Weizenbestände bei Vorkontraktpreisen um 500 respektive 200 Euro/t nicht ausgedüngt werden, kann man bei der Agravis Raiffeisen AG nicht nachvollziehen. „Mir erschließt sich die Zurückhaltung der Landwirte beim Düngen weder kaufmännisch noch agronomisch“, so der Vorstandsvorsitzende der zweitgrößten deutschen Hauptgenossenschaft, Dr. Dirk Köckler. Warum an der Qualitätsgabe im Mai trotz ordentlicher Erzeugerpreise gespart wurde, dafür hat Köckler eine Erklärung: Preise für Kalkammonsalpeter über 40 Euro/dt hätten einen Käuferstreik ausgelöst. „Die Landwirte wollten hier einfach sparen“. Für 2026 rechnet man bei der Agravis trotzdem mit einer guten Getreideernte auf Vorjahresniveau, als bundesweit 45 Mio. Tonnen inklusive Körnermais gedroschen wurden. Köckler begründete die optimistische Schätzung bei einem Fachgespräch mit Journalisten am Mittwoch (3.6.) in Hannover damit, dass es zuletzt fast überall im Bundesgebiet noch rechtzeitig geregnet habe. Ertragshebel Strobilurine Warum die Ernte 2026 trotz ordentlicher Wuchsbedingungen damit immer noch weit unter dem liegt, was noch vor zehn Jahren an Getreide von deutschen Äckern geholt wurde, auch das kann der Agravis-Chef begründen. Maßgeblich für den Mengenrückgang seit dem Peak 2014/15 mit 52 Mio. Tonnen Getreide sei einerseits der schrumpfende Züchtungsfortschritt. Ein weiterer Ertragshebel sei noch vor zehn, 15 Jahren die Fungizidbehandlung mit Strobilurinen gewesen. Negativ auf Erträge und Qualitäten habe zudem die stark restriktive deutsche Düngeverordnung gewirkt, ergänzte Köckler. Flächenverbrauch und „Extensivierungsfantasien“ Der neue Aufsichtsratsvorsitzende der Agravis Raiffeisen AG, Philipp Schulze Esking, erklärt sich den Negativtrend bei den Erntemengen damit, dass der Werkzeugkasten an Betriebsmitteln, um hohe Erträge zu erzielen, für die hiesigen Ackerbauern von Jahr zu Jahr kleiner geworden ist. Hinzu kämen der immer noch hohe Flächenverbrauch und „politische Extensivierungsfantasien“. Schulze Esking geht deshalb nicht davon aus, dass in Deutschland so bald wieder mehr als 50 Mio. Tonnen Getreide gedroschen werden. Ostelbischen Standorten drohen „Katastrophenernten“ Für Agravis-Vorstandsmitglied Jan Heinecke zählt auch der Klimawandel zu den Hemmfaktoren, die große Getreideernten verhindern. Er illustrierte diese Einschätzung mit der ackerbaulichen Situation in Frankreich. Von dort hätten ihm Landwirte berichtet, dass der Klimawandel den Süden des Landes erobert habe. Dort werde deshalb mittlerweile kaum noch Getreide angebaut. Mit südfranzösischen Verhältnissen muss Heinecke zufolge durch den Klimawandel auch in Teilen von Deutschland gerechnet werden: „Wenn es bei uns auf den ostelbischen Standorten nicht rechtzeitig regnet, stehen wir auch dort bald vor Katastrophenernten. Dann holen wir auch von guten Böden nur noch drei bis vier Tonnen Roggen“. AgE
EU plant weitere Gegenmaßnahmen
Die Europäische Union will stärker als bisher gegen den organisierten Raub von Getreide aus den von Russland besetzten Gebieten vorgehen. In einer Antwort auf eine Anfrage aus dem EU-Parlament hat die Hohe Beauftragte für Außenpolitik, Kaja Kallas, auf das Ende Mai beschlossene 20. Sanktionspaket der EU gegen Russland verwiesen. Abgezielt werden soll demnach auf Maßnahmen, die bisherige EU-Sanktionen umgehen sollen. Laut der ehemaligen estnischen Regierungschefin wurden im Rahmen des Pakets zwei in Drittländern eingetragene Organisationen, die mit Schiffen als Teil der Schattenflotte den Abtransport von gestohlenem ukrainischem Getreide betreiben, aufgenommen. Zudem wurden Kallas zufolge fünf Personen, die an diesem Handel beteiligt sind, gelistet. Kallas will nachlegen Die Hohe Vertreterin kündigte daneben an, zusätzliche Maßnahmen gegen den Handel mit gestohlenen ukrainischen Agrarprodukten vorzubereiten. Ergänzend sollen weitere beteiligte Personen und Organisationen in kommenden Sanktionslisten den Mitgliedstaaten zur Entscheidung vorgelegt werden; „gegebenenfalls von Mittlern und Käufern in Drittländern“. Kallas erinnert allerdings daran, dass neue restriktive Aktionen immer unter dem Vorbehalt eines einstimmigen Beschlusses des Rates stehen. Neun Handelsschiffe bereits unter Sanktionen Kallas weist zudem darauf hin, dass neun Schiffe, die die wirtschaftliche Existenzgrundlage oder die Ernährungssicherheit der Ukraine untergraben oder gefährden, bereits unter Sanktionen stehen. Darüber hinaus überwache man die wirksame Umsetzung und Durchsetzung dieser Sanktionen in allen EU-Mitgliedstaaten. Des Weiteren unterstreicht die Hohe Vertreterin, dass in enger Zusammenarbeit mit der Kommission, den Mitgliedstaaten und weiteren Partnerländern sowie der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation versucht wird, Aktivitäten der russischen Schattenflotte entgegenzuwirken. Verfolgt werde dabei ein ganzheitlicher Ansatz für die gesamte Route der Schattenflotte. Kritik an Israel und Ägypten Die Anfrage hatte die italienische EU-Agrarpolitikerin Pina Picierno von der Progressiven Allianz der Sozialdemokraten (S&D) gestellt und unter anderem auf Getreideanlandungen im israelischen Hafen Haifa hingewiesen. Die Frage, ob die Anlandung mit Erlaubnis der israelischen Behörden mit dem EU-Israel-Assoziierungsabkommen vereinbar seien, ließ Kallas unbeantwortet. Kürzlich war auch Ägypten wegen der Anlandung von gestohlenem Getreide aus der Ukraine in die Kritik geraten. AgE
Das Spitzenduo eilt davon
Unter Deutschlands Schweineschlachtunternehmen haben die beiden Branchenführer Tönnies und Westfleisch ihren Vorsprung auf die nachfolgenden Plätze im Jahr 2025 weiter ausgebaut, vor allem wegen eines erhöhten Marktanteils von Westfleisch. Unterdessen kam es im Mittelfeld des Rankings zu einer Neuordnung, getrieben durch den Rückzug von Vion aus Deutschland. Das belegt das aktuell vorgelegte „Schlachthofranking 2025“ der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN). Demnach stieg die Zahl der Schweineschlachtungen in Deutschland 2025 um 0,6% auf 44,91 Millionen. Davon entfielen 13,3 Mio. auf Tönnies, das waren 0,8% mehr als im Vorjahr. Der Marktanteil lag bei 29,6% und damit ebenso hoch wie im Vorjahr. Den zweiten Platz belegt Westfleisch. Die Genossenschaft steigerte ihre Schweineschlachtungen um 9,1% auf nunmehr 7,53 Millionen, was einem Marktanteil von 16,8% entsprach. Im Jahr 2024 hatte dieser noch bei 15,5% gelegen. Mit größerem Abstand auf Platz drei folgt auch im jüngsten Ranking Danish Crown. Das dänische Schlachtunternehmen schlachtete 2025 hierzulande 2,97 Millionen Schweine, 8,2% mehr als im Vorjahr. Dahinter kam es durch den Rückzug von Vion, das im Ranking 2024 mit 2,40 Millionen Schlachtungen noch auf Platz vier gelegen hatte, zu Verschiebungen. Böseler Goldschmaus rückt auf Böseler Goldschmaus steigerte seine Schlachtzahl um 8,9 % auf 1,99 Millionen Schweine und schob sich damit auf den vierten Platz im ISN-Ranking. Dabei überholten die Niedersachsen das Unternehmen Müller Fleisch, das seine Schlachtzahl um 2,9% auf 1,80 Millionen erhöhte und sich nun auf Platz fünf wiederfindet. EG Südbayern rückt im Ranking vor Platz sechs belegt die EG Südbayern, die im vorangegangenen Ranking noch auf Platz acht gelandet war. Die EG Südbayern hatte ihre Schlachtzahl 2025 um 14,7% auf 1,65 Millionen erhöht. Ein Grund war, dass sie ab Sommer 2024 die ehemaligen Vion-Standorte in Vilshofen und Landshut für 18 Monate geführt hatte. Die weiteren Plätze nehmen Tummel mit einer bei 1,60 Millionen Schweinen unveränderten Zahl von Schlachtungen sowie das Unternehmen Steinemann ein, das mit insgesamt 1,30 Millionen Schweinen rund ein Zehntel mehr Tiere mehr schlachtete als 2024. Willms Fleisch steigerte die Zahl seiner Schlachtungen um 7,9% auf 1,15 Millionen. Bei Simon-Fleisch gingen 1,13 Millionen Schweine und damit 3,3% mehr als im Vorjahr über die Schlachtbänder. Endlich Stabilität für süddeutsche Landwirte Nach Einschätzung von ISN-Marktanalyst Klaus Kessing hat die Konsolidierung in der Schlachtbranche im Jahr 2025 regional sehr unterschiedliche Ausprägungen angenommen. In den nordwestlichen Kernregionen gebe es eine stabile, hoch konzentrierte Struktur. Dagegen ergäben sich im Nordosten aus der Schließung des Schlachthofes in Perleberg logistische Herausforderungen. In Süddeutschland sieht Kessing die Besitzverhältnisse nach dem Weggang von Vion unter anderem aus Landshut und Crailsheim „nun endlich neu geordnet“. Das bringe zunächst eine gewisse Ruhe, Stabilität und Planungssicherheit für die Erzeuger vor Ort. Insbesondere die Nachricht, dass die Schlachtungen in Landshut nahtlos weiterliefen, sei für die dortigen Betriebe von großer Bedeutung. AgE
Kein Brüsseler Konsens in Sicht
Noch gibt es keinen gemeinsamen Kandidaten der EU für den Posten des FAO-Generaldirektors, der im kommenden Jahr neu vergeben wird. Der zypriotischen EU-Ratspräsidentschaft ist es bisher nicht gelungen, einen von allen 27 Mitgliedsstaaten getragenen Namen zu präsentieren. Ende Mai verstreicht die von der amtierenden zypriotischen Agrarratsvorsitzenden, Maria Panagiotou, selbst gesetzte Frist für die Suche nach einem personellen Konsens. Die Diskussionen laufen noch Beim Agrarministertreffen am Dienstag (26.5.) hatte die Zypriotin vor Pressevertretern eingestehen müssen, dass bislang keine Einigung erzielt werden konnte. Auf Nachfrage stellte die Sozialdemokratin klar: „Die Diskussionen laufen noch“. Weitere Details nannte sie nicht. Am Donnerstag (28.5.) wird AGRA Europe in Brüssel von verschiedenen Seiten berichtet, dass ein schneller Erfolg „nicht absehbar“ sei. Hogan gilt als Favorit Zur Erinnerung: Irland hat den ehemaligen EU-Agrarkommissar und kurzzeitigen Handelskommissar Phil Hogan für die FAO-Position vorgeschlagen. Er scheint seine Favoritenrolle weiter auszubauen. Dem Vernehmen nach sollen knapp zwanzig Mitgliedstaaten den EVP-Politiker unterstützen. Eine Anfrage von AGRA Europe zur Positionierung des Bundeslandwirtschaftsministeriums bei dieser Spitzenpersonalie blieb bislang unbeantwortet. Dass die beiden anderen Kandidaten, der stellvertretende FAO-Generaldirektor Maurizio Martina, sowie der zurzeit dienstälteste Agrarminister in der EU, Luis Planas, in letzter Minute einen Rückzieher bei ihrer Bewerbung zum FAO-Generaldirektor machen, zeichnet sich aktuell nicht ab. Immerhin keine koloniale Vergangenheit Auch im Rest der Welt werden Hogan unter den europäischen Kandidaten noch die besten Chancen eingeräumt. Schließlich hat Irland – anders als Italien und Spanien – keine koloniale Vergangenheit. Hogan dürfte deshalb gerade unter ehemaligen Kolonien auf der Südhalbkugel noch der am ehesten wählbare Aspirant aus Europa für den FAO-Spitzenposten sein, so zumindest die Hoffnung eines irischen Diplomaten. Kein Europäer seit 50 Jahren Seit Januar 1976 hat kein Europäer die Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen mehr angeführt. Damals hatte der Niederländer Addeke Hendrik Boerma den Staffelstab an seinen Nachfolger Edouard Bourma aus dem Libanon übergeben. Selbst 2019, als es der EU gelungen war, mit der Französin Catherine Geslain-Lanéelle eine gemeinsame Kandidatin zu vorzuschlagen, lag der jetzige FAO-Generaldirektor, der Chinese Qu Dongyu, klar vorn. Kritiker monieren, dass er seitdem dort wichtige Schlüsselpositionen mit Chinesen besetzt und so den Einfluss Pekings auf die UN-Organisation deutlich ausgebaut hat. AgE
Neue Programme für Rinderhalter
Die Initiative Tierwohl (ITW) erweitert ihr Angebot für Rinderhalter: Ab dem kommenden Montag (1.6.) können diese am Programm „Frischluftstall“ entsprechend der Haltungsstufe drei sowie am Programm „Auslauf/Weide“ entsprechend der Haltungsstufe vier teilnehmen. Bisher bot die ITW diese Programme ausschließlich für Schweine – und Geflügelhalter an. Schon länger für Rinderhalter nutzbar ist das ITW-Programm „Stall plus Platz“ entsprechend der Haltungsstufe zwei. Die beiden neuen Programme bauen laut der ITW auf deren Grundanforderungen auf, unter anderem einer intensivierten tierärztliche Bestandsbetreuung, der Sauberkeit der Tiere sowie einer regelmäßigen Fortbildung. Darüber hinaus gibt es als zusätzliche Anforderungen, beispielsweise ein höheres Platzangebot sowie Außenklimareize beziehungsweise ein ständiger Zugang zu Auslauf oder Weide. Anders als für das Programm „Stall plus Platz“ gibt es für die Programme „Frischluftstall“ und „Auslauf/Weide“ jeweils keine Empfehlungen zur Höhe des Preisaufschlags. Diese sind gemäß der ITW frei zwischen den Marktbeteiligten zu verhandeln. Aufpreisempfehlung für „Stall plus Platz“ steigt Für das Programm „Stall plus Platz“ bleiben die Aufpreisempfehlungen vorerst bestehen. Für den 1. Juni des kommenden Jahres hat die ITW eine Anhebung von 10,7 Cent auf 12,83 Cent pro Kilogramm Schlachtgewicht angekündigt. Hintergrund ist, dass ab diesem Datum zu den Grundanforderungen die Bereitstellung von Scheuermöglichkeiten hinzukommt. An allen drei ITW-Programmen kann nur teilnehmen, wer eine Lieferberechtigung der QS Qualität und Sicherheit GmbH hat. AgE
Minister sorgen sich ums Budget
Die Mitgliedstaaten brauchen noch mehr Zeit und Informationen, um den Düngemittelaktionsplan der EU-Kommission abschließend zu bewerten. Das ist beim Treffen der Agrarminister am Dienstag (26.5.) in Brüssel deutlich geworden. Der Staatssekretär vom Bundeslandwirtschaftsministerium, Prof. Markus Schick, nannte den Plan einen „wichtigen und fundierten Impuls“, den man nun kritisch prüfen werde. Noch nicht ausreichend informiert sehen sich die Ressortchefs unter anderem im Hinblick auf die Auswirkungen der angekündigten Aufstockung der Agrarreserve sowie der vorgeschlagenen Interventionen im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Insbesondere in Bezug auf die Finanzierung beziehungsweise die Herkunft der Gelder wollen die Minister schnell Klarheit. Wie EU-Agrarkommissar Christophe Hansen gegenüber den Ministern bekräftigte, sind von der diesjährigen Agrarreserve noch etwa 200 Mio. Euro übrig, die im Rahmen des Aktionsplans verdoppelt werden sollen. Nach derzeitigem Stand soll ein entsprechender Budgetvorschlag am 10. Juni vorgelegt werden. Offen ließ Hansen allerdings, woher die zusätzlichen Mittel stammen sollen. Die Agrarreserve ist Teil der Ersten Säule; in diesem Haushaltsposten werden zu Beginn jeden Jahres 450 Mio. Euro zurückgestellt. Am naheliegendsten wäre, die Krisenreserve 2027 anzuzapfen. Ähnlich war etwa 2023 verfahren worden, als die jährliche Gesamtsumme bereits im Sommer vollständig verplant beziehungsweise ausgegeben worden war. Sollten allerdings im kommenden Jahr dann mehr als 250 Mio. Euro benötigt werden, müsste man sich in Brüssel einen neuen Trick überlegen: Da 2027 das letzte Jahr der aktuellen Förderperiode ist, dürfte eine Übertragung von Geldern aus 2028 nicht mehr ohne Weiteres möglich sein. Direktzahlungen nicht antasten Vor diesem Hintergrund stellten mehrere Minister klar, dass die angepeilte Aufstockung nicht zulasten anderer Elemente der Ersten Säule gehen dürfe. „Hier ist es wichtig, dass die Mittel aus dem verfügbaren Haushalt stammen und keine Kürzungen bei den Direktzahlungen nach sich ziehen“, sagte Österreichs Agrarminister Norbert Totschnig. In dieselbe Kerbe schlug die polnische Delegation. Skeptisch ist man in Warschau in diesem Zusammenhang auch gegenüber den mit dem Aktionsplan ins Spiel gebrachten neuen Öko-Regelungen und Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen. Mit diesen sollen Anreize für einen effizienteren Düngemittelansatz gesetzt werden. Für zusätzliche Prämien sieht die polnische Regierung allerdings keinen finanziellen Spielraum, sofern nicht mehr Geld für die Erste Säule zur Verfügung gestellt wird. Ähnlich sieht man das in Spanien. Auch Madrid kritisiert, dass die Maßnahmen des Aktionsplans zum Teil aus der GAP finanziert werden sollen und somit auf Kosten bestehender Programme gehen würden. AgE

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