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AKTUELLES

Deutsch-Ukrainische Regierungskonsultationen
Deutschland und die Ukraine wollen im Forst-, Ernährungs- und Agrarsektor noch enger zusammenarbeiten. Das haben Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer und sein Kiewer Amtskollege Oleksij Sobolew im Rahmen der Deutsch-Ukrainischen Regierungskonsultationen am Dienstag (14.4.) in Berlin vereinbart. Geplant ist unter anderem ein intensiver agrarwirtschaftlicher Austausch, etwa über Saatgutproduktion und Milchverarbeitung. Zudem soll die Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung gestärkt werden. Schließlich hat die Bundesregierung zugesagt, die Ukraine bei der Annäherung des Agrarsektors an die Standards der Europäischen Union zu unterstützen. „Uns eint die Wertschätzung für unsere Land- und Forstwirtschaft als eine tragende Säule unserer Wirtschaft und unserer Heimat“, erklärte Minister Rainer nach dem Treffen. Man vertiefe daher den ‚Agrarpolitischen Dialog‘ und setze dabei noch stärker auf wirtschaftliche Kooperation. „Wir begleiten die Ukraine weiter auf ihrem Weg der Annäherung an die EU“, versicherte der CSU-Politiker. Gleiche rechtliche Rahmenbedingungen und Standards seien die Basis für einen ausgeglichenen und fairen Wettbewerb. Ferner werde man gemeinsam mit der Ukraine neue Ideen entwickeln, um die Zusammenarbeit im Bereich der landwirtschaftlichen Ausbildung auszubauen. Nach den Worten von Ministerkollege Sobolew hilft die Zusammenarbeit der beiden Länder vor allem, den ukrainische Agrarsektor für die EU-Integration anzupassen. Gemeinsam arbeite man an der Entwicklung hochwertiger beruflicher Bildung und an der Stärkung des Systems der Lebensmittelsicherheit. Ferner habe man den Grundstein für eine Kooperation in der Biomethanproduktion und in der nachhaltigen Waldbewirtschaftung gelegt. „Es ist wichtig für uns, dass ukrainische Agrarproduzenten nach den EU-Standards arbeiten, was einen fairen Wettbewerb ermöglicht und die weltweite Ernährungssicherheit stärkt“, betonte Sobolew.
Neue Verwaltungspartnerschaft Laut der Vereinbarung beider Ressortchefs soll der bestehende Agrarpolitische Dialog um agrarwirtschaftliche Themenschwerpunkte ergänzt werden. Vorgesehen sind gemeinsame Konferenzen, Seminare, Studienreisen und Publikationen. Dabei soll es neben Themen wie Saatgutproduktion und Milchverarbeitung auch um landwirtschaftliche Bewässerung gehen. Ziel einer Verwaltungspartnerschaft zwischen dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und der Ukrainischen Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzbehörde (SSUFSCP) ist es, den Austausch im Bereich der Lebensmittelsicherheit auszubauen. Unterstützt werden soll neben einer nachhaltigen Forstwirtschaft auch die Anwendung neuer Technologien und Innovationen in der Forst- und Holzwirtschaft. Auf diese Weise soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass der Ressource Holz für den Wiederaufbau und die wirtschaftliche Entwicklung der Ukraine absehbar eine große Bedeutung zukommen wird. Gestärkt werden sollen die Reformbemühungen im ukrainischen Agrar- und Ernährungssektor. Zu diesem Zweck soll eine hochrangige Arbeitsgruppe etabliert werden. Angehören soll dieser Arbeitsgruppe Vertreter beider Agrarministerien und der Parlamentsausschüsse, ferner Mitarbeiter der Europäischen Kommission sowie Vertretern von Wirtschaftsverbänden und Forschungseinrichtungen. Ein regelmäßiger Austausch über agrarpolitische Themen der EU soll den EU-Beitrittsprozess der Ukraine begleiten. AgE
Mehrheit lehnt Patente ab
Was Patente auf Pflanzen und Tiere angeht, sind viele Europäer offenbar äußerst skeptisch. Das legt eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag der Initiative „Keine Patente auf Saatgut!“ nahe, die am Dienstag (14.4.) vorgestellt wurde. Dafür waren jeweils 1.000 Personen aus den fünf EU-Mitgliedstaaten Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Polen online befragt worden. Im Schnitt aller Länder waren rund 80% der Befragten gegen Patente. Am höchsten fiel die Ablehnung bei den Deutschen aus; hier stimmten 86,4% der Aussage zu, dass Lebewesen aus ethischen Gründen grundsätzlich nicht als technische Erfindung patentiert werden dürfen. In den Niederlanden fiel die Zustimmung im Vergleich zu den anderen Ländern etwas geringer aus, stellt mit 74,5% aber dennoch eine klare Mehrheit dar. Umgekehrt war der Anteil der Personen, die der Aussage nicht zustimmten, mit 15,3% bei unserem nördlichen Nachbarn am höchsten. Ebenfalls eine Mehrheit der Befragten in den fünf EU-Ländern ist der Meinung, dass bei der Vergabe von Patenten auf gentechnisch veränderte Pflanzen und deren Marktzulassung der Schutz von Mensch und Umwelt besonders berücksichtigt werden müsse. Auch lehnten rund 75% der Befragten Patente auf in der Natur vorkommende oder zufälligerweise entstandene Eigenschaften von Pflanzen ab. Besonders groß war diesbezüglich der Widerstand in Polen, wo 80,7% gegen solche Patente sind. Insgesamt waren den Teilnehmenden vier Fragen gestellt worden. Erwartungsgemäß am höchsten war die Zustimmung bei der Aussage, dass Vielfalt in der Pflanzenzucht im Hinblick auf die Landwirtschaft und Ernährung wichtig sei.
Kritik an Neuregulierung im EU-Gentechnikrecht Dass die Civey-Umfrage gerade jetzt veröffentlicht wurde, ist kein Zufall. Denn aktuell laufen auf EU-Ebene die Verhandlungen zur Neuregulierung von Neuen Züchtungstechniken (NZT) im Gentechnikrecht. Die vorläufig erzielte Einigung sieht bekanntlich ein vereinfachtes Verfahren für NZT-Pflanzen mit nur arteigenem Genmaterial (Kategorie 1) vor, das diese herkömmlichen Pflanzen gleichstellt. Formal stehen aber noch die finale Zustimmung von Rat und Europaparlament aus. Die Patentfrage ist jedoch höchst umstritten. Während die Patentregeln in der EU-Biotechnologierichtlinie festgelegt werden sollen, enthält die Einigung den Kompromiss, dass Züchter, die die Registrierung für solche NZT-Pflanzen oder Produkten beantragen, Informationen zu allen bestehenden oder angemeldeten Patenten einreichen müssen. Dieser Kompromiss wird von der Initiative „Keine Patente auf Saatgut!“ abgelehnt. Sie befürchtet Nachteile für kleine Züchter, eine zunehmende Konzentration am Saatgutmarkt und dadurch Abhängigkeiten von Landwirten. Ebenfalls am Dienstag beklagten die Nichtregierungsorganisationen Corporate Europe Observatory (CEO) und GMWatch, dass Interessenvertreter aus der Industrie Bedenken hinsichtlich der Patentierung verharmlosen würden. Auch die als Lösung vorgeschlagene freiwillige Lizenzplattform lehnen die Organisationen ab. Den EU-Ausschüssen der Bauernverbände (Copa) und ländlichen Genossenschaften (Cogeca) werfen die NGOs vor, das Thema zuletzt nicht mehr angesprochen zu haben, nachdem die Branchenverbände anfänglich noch vor Patenten gewarnt hätten. Die beiden Organisationen stützen sich eigenen Angaben zufolge dabei auf gesichtete Dokumente mit den Positionen von mehreren Verbänden. AgE
„Kein Mangel an Ideen“
Die EU-Kommission ist mit Blick auf den für Mai erwarteten Düngemittelaktionsplan erstmals konkreter geworden. Einen ersten Eindruck, wo es inhaltlich hingehen könnte, gab die kommissarische Direktorin in der Generaldirektion für Landwirtschaft (DG AGRI), Brigitte Misonne, am Donnerstag (9.4.) bei einer Anhörung im Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments. Einen Mangel an Ideen gebe es jedenfalls nicht, so die Kommissionsbeamtin. Die Strategie soll Misonne zufolge aus vier wesentlichen Elementen bestehen. Ein wesentliches Ziel: Die Importabhängigkeit soll reduziert werden. Darüber hinaus soll die heimische Stickstoffproduktion angekurbelt werden. Gleichzeitig sollen Fortschritte bei der Dekarbonisierung der Düngemittelerzeugung erreicht werden und Wege für einen effizienteren Einsatz aufgezeigt werden. Zu guter Letzt soll laut Misonne der Fokus auf biobasierte Düngemittel geweitet werden. Als Beispiel nennt die Beamtin eine bessere Aufbereitung etwa von Gülle. Die von manchen Abgeordneten geforderte Anhebung der Obergrenze für die Ausbringung von organischem Stickstoff sieht Misonne derweil kritisch.
Hochrangiges Treffen am Montag In Bezug auf den genauen Zeitpunkt für die Vorstellung des Aktionsplans blieb die Beamtin noch vage. Sie hofft auf Anfang Mai. Zuvor wolle man – wie von Agrarkommissar Christophe Hansen bereits angekündigt worden war – am Montag (13.4.) mit Vertretern der Landwirtschaft, der Düngemittelindustrie und der Wissenschaft über die richtigen Maßnahmen beraten. Mit Blick auf die diesjährige Ernte ist laut Misonne trotz der unklaren Lage in der Straße von Hormus nicht mit eklatanten Versorgungsengpässen zu rechnen. Die Kommission konzentriere sich daher auf die sichere Versorgung für die Ernte im Jahr 2027. Aktuell bestehe eher das Risiko, dass es bei der Logistik von Nahrungsmitteln sowie beim Transport zu Schwierigkeiten komme. Knappheiten drohten zudem bei Verpackungen, Kohlenstoffdioxid sowie bei Vitaminen.
Biobauern kommen ohne synthetische Düngemittel aus Die Vorstandsvorsitzende vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Tina Andres, hat unterdessen auf die Verwundbarkeit der Landwirtschaft hingewiesen. „Der Krieg in Nahost zeigt einmal mehr, wie ohnmächtig wir sind, wenn sich fossile Quellen verschließen und globale Handelswege versperrt werden: Sogar unser täglich Brot gerät dann in Gefahr.“ Aus Sicht von Andres ist deshalb der Ökolandbau „zu Recht ein Leitbild der EU: Weil Bio-Bauern und -Bäuerinnen ohne synthetische Düngemittel auskommen.“ Unter anderem fordert Andres, die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) auf resilientere Produktionsverfahren wie den Ökolandbau auszurichten. Ferner drängt die BÖLW-Vorstandsvorsitzende auf einen Fahrplan für den Ausstieg aus der Nutzung fossiler Betriebsmittel wie chemisch-synthetischen Stickstoffdünger und von Pflanzenschutzmitteln. Zudem sollte laut Andres verstärkt auf biologische Prozesse gesetzt werden, etwa die natürliche Stickstofffixierung durch den vermehrten Anbau von Hülsenfrüchten. AgE
Reformvorschlag besser als gedacht?
Der in den Vorschlägen zur Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) und des Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) vorgesehene Zuwachs an Flexibilität für die Mitgliedstaaten muss grundsätzlich nicht in dem Ausmaß zu Wettbewerbsverzerrungen führen, wie es vielfach erwartet wird. Dieser Ansicht ist der irische Agrarökonom Alan Matthews. Entsprechende Bedenken bezeichnete der emeritierte Professor für europäische Agrarpolitik bei einer Anhörung im Landwirtschaftsausschuss des Europaparlaments am Donnerstag (9.4.) als „übertrieben“. Wenn es um die Vermeidung von Wettbewerbsverzerrungen gehe, sollte das Augenmerk nach seiner Einschätzung vor allem auf die künftige Gestaltung von gekoppelten Beihilfen und auch Direktzahlungen gerichtet werden. Hier verortet er das größte Potenzial für Verwerfungen in der europäischen Landwirtschaft. Durch die Mitgliedstaaten mitzufinanzierende Maßnahmen sind laut Matthews in dieser Hinsicht eher zu vernachlässigen, da diese unter dem Strich zu einer Verringerung der Produktion beitrügen. Gut durchdacht werden sollte Matthews zufolge die vielfach vorgetragene Forderung, auch nach 2027 an einer GAP mit den zwei bekannten Säulen festzuhalten. Vor allem das Budget für die Zweite Säule könnte nach seiner Einschätzung Probleme bereiten, wenn die Pläne zur Umstrukturierung des MFR nicht ebenfalls entsprechend geändert werden. Matthews verwies hier darauf, dass für die Erste Säule bereits Regeln für die Zuweisung von Mitteln an die Mitgliedstaaten existierten, für die Zweite jedoch nicht, sodass schwierige Verhandlungen zu erwarten seien. „Unvorhergesehene Konsequenzen“ könnten zudem drohen, wenn an den derzeitigen Quoten für die Zuteilung von GAP-Mitteln an die Mitgliedstaaten festgehalten werden sollte, während die Zuweisungen aus dem neuen Fonds zur nationalen und regionalen Partnerschaft (NRP) einem neuen Schema folgten. Mit Blick auf die Erweiterung der EU und insbesondere einen Beitritt der Ukraine hob Matthews hervor, dass dieses Thema zumindest aus agrarpolitischer Sicht entschärft würde, sollten die Kommissionsvorschläge in ihrer bekannten Form umgesetzt werden. Hintergrund ist, dass bereits ein Schlüssel für die Verteilung der Mittel aus dem NRP an die Mitgliedstaaten auf dem Tisch liegt. Dieser könnte dann einfach genutzt werden. Vorgaben in Bezug auf Hektarprämien, die beim Beitritt eines großen Agrarlandes Probleme bereiten würden, sind nicht vorgesehen. AgE
DBV warnt vor Liquiditätsengpässen
Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, hat angesichts der gestiegenen Kraftstoff- und Düngemittelpreise infolge des Irankrieges vor wirtschaftlichen Folgen für die Betriebe gewarnt und erneut ein weiteres politisches Eingreifen gefordert. Das derzeitige „Prinzip Hoffnung“ der Bundesregierung sei zu wenig und treibe viele Landwirtschaftsbetriebe in massive Liquiditätsengpässe. Andere europäische Länder reagierten deutlich entschlossener. Die hierzulande eingeleiteten Maßnahmen in Bezug auf die hohen Kraftstoffpreise verschlechtern laut Rukwied die Situation sogar. „Die Bundesregierung muss jetzt die CO2-Besteuerung aussetzen und die Energiesteuer zeitweise reduzieren – sonst geraten Betriebe, Ernte und Versorgungssicherheit in Gefahr.“ Zudem drängt der Bauernpräsident bei Düngemitteln auf eine Preisbeobachtung und eine zeitweise Aussetzung des Kohlenstoffgrenzausgleichsmechanismus (CBAM).
Druck auch aus den Ländern Auch in den Bundesländern erhöhen die Bauernverbände den Druck auf die Politik. „Landwirtschaft richtet sich nach den Jahreszeiten – nicht nach politischen Debatten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Landesbauernpräsident Karsten Trunk mit Blick auf die laufenden Frühjahrsarbeiten. Diese ließen sich nicht verschieben, denn wenn die Maschinen jetzt nichts aufs Feld führen, gäbe es im Sommer keine Ernte. Der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV), Hubertus Beringmeier, geht davon aus, dass das hohe Preisniveau für Energie trotz der nun vereinbarten Waffenruhe vorerst erhalten bleibt. Damit droht aus seiner Sicht eine weitere Verteuerung mit direkten Folgen für landwirtschaftliche Betriebe und perspektivisch auch für die Verbraucherpreise. Eine Senkung der Energiesteuer hält auch Baden-Württembergs Landwirtschaftsminister Peter Hauk für geboten. Der CDU-Politiker wertete am Mittwoch (8.4.) die aktuell hohen Kraftstoffpreise als „Abzocke“ und brachte einen Spritpreisdeckel nach belgischem Vorbild ins Spiel. Darüber hinaus müsse das Bundeskartellamt einschreiten und Preistreiberei unterbinden. AgE
Fleischverzehr erneut gestiegen
Bei Deutschlands Verbrauchern landet wieder häufiger Fleisch und Wurst auf dem Teller. Das zeigt die aktuelle Versorgungsbilanz Fleisch, die das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft (BZL) vorgelegt hat. Demnach ist der Pro-Kopf-Verzehr 2025 das dritte Jahr in Folge gestiegen, und zwar auf 54,9 Kilogramm Fleisch. Das waren 1,4 Kilogramm mehr als im Vorjahr. Allerdings ist das vom Niveau früherer Jahre noch weit entfernt. Im Jahr 2011 hatte der Durchschnittswert beispielsweise noch bei 63,8 Kilogramm Fleisch gelegen. Getrieben wurde die Aufwärtsentwicklung im vergangenen Jahr vom Geflügelfleisch, auf das rund 27% des gesamten Fleischverzehrs entfielen. Pro Kopf waren das knapp 15 Kilogramm und damit 1 Kilogramm mehr als im Jahr davor – ein neues Allzeithoch. Der Grund dafür war vor allem der gestiegene Verzehr von Hühnerfleisch. „Neben der zunehmenden Beliebtheit von Geflügelfleisch dürfte der geringere Verbraucherpreisanstieg im Vergleich mit den anderen Fleischsorten 2025 zum höheren Absatz beigetragen haben“, erläuterte BZL-Leiter Dr. Josef Goos. Gut die Hälfte des bundesdeutschen Gesamtverzehrs an Fleisch entfiel 2025 auf Schweinefleisch; pro Person ergab sich ein Durchschnittswert von 28,3 Kilogramm. Bei Rind- und Kalbfleisch nahm der Konsum trotz gestiegener Verbraucherpreise um gut 200 Gramm auf 9,7 Kilogramm zu. Insgesamt machte der Verzehr dem BZL zufolge im vergangenen Jahr etwa 72% des gesamten Fleischverbrauchs aus. In die Versorgungsbilanz Fleisch fließen nämlich alle Teile des Schlachtkörpers ein, darunter auch Knochen, Blut und weitere Bestandteile, die nicht verzehrt werden.
Fleischerzeugung gesunken Der Fleischverbrauch, in den neben dem menschlichen Verzehr auch Verluste, die industrielle Verwendung, die Herstellung von Heimtiernahrung sowie die Ein- und Ausfuhr eingerechnet werden, nahm 2025 laut BZL im Vorjahresvergleich nach vorläufigen Daten um 4,5% auf 6,371 Mio. Tonnen zu. Dem stand eine um 0,3% geringere Netto-Fleischproduktion von insgesamt 7,286 Mio. Tonnen gegenüber. Die Zahl der Rinderschlachtungen sank, weshalb die Nettoerzeugung von Rind- und Kalbfleisch gegenüber 2024 um 6% auf 955.000 Tonnen zurückging. Beim Geflügelfleisch wirkte sich unter anderem die Vogelgrippe aus; daher blieb die Produktion mit 1,525 Mio. Tonnen knapp unter dem Vorjahresergebnis. Ein Zuwachs von 1,1% auf 4,338 Mio. Tonnen wurde hingegen bei Schweinefleisch verzeichnet. Die Schweinehalter haben ihre Bestände im Unterschied zu früheren Jahren nicht weiter abgebaut; hinzu kam ein höheres Schlachtgewicht pro Tier.
Mehr Importe Um den höheren Fleischverbrauch zu decken, stiegen die Fleischimporte einschließlich fleischhaltiger Produkte und Innereien um fast 11% auf rund 3,6 Mio. Tonnen. Zugelegt haben die Einfuhren vor allem beim knapp verfügbaren Rindfleisch, aber auch bei Geflügel- und Schaffleisch. Ausgeweitet wurde aber auch der Fleischexport, und zwar gegenüber 2024 um gut 1%. Bei minimal gesunkener Eigenerzeugung sank der Selbstversorgungsgrad – bezogen auf den Verbrauch – um 4,5 Punkte auf 114,6%. Bei Rindfleisch wurde erstmals die Marke von 100% unterschritten, und auch Geflügelfleisch lag mit 91,3% unter dieser wichtigen Marke. Am höchsten war die Selbstversorgung mit knapp 139% bei Schweinefleisch. Allerdings lag sie bei begehrten Teilstücken wie Filets, Schinken oder Kotelett nach Branchenschätzungen nur bei rund 80%. AgE
FarmInsect im Insolvenzverfahren
Die Insektenerzeugung wird sich auch in Deutschland in absehbarer Zeit nicht aus ihrem Nischendasein befreien können. Hierzulande muss die Branche nun ebenfalls einen Dämpfer hinnehmen: Die FarmInsect GmbH hat ein Insolvenzverfahren eingeleitet. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Alexander Zarzitzky am Mittwoch (1.4.) mitteilte, ist die wirtschaftliche Schieflage des Unternehmens auf das schwierige Marktumfeld durch niedrige Preise für Soja und Fischmehl zurückzuführen. Auch die hohen Produktionskosten seien ein Faktor gewesen. Laut Zarzitzky gab es zudem eine Verzögerung bei der Auszahlung einer vereinbarten Finanzierungstranche. Die in der Folge entstandene Liquiditätslücke habe einen Insolvenzantrag „unumgänglich“ gemacht. Nach Angaben des Insolvenzverwalters wird der Geschäftsbetrieb bei FarmInsect ohne Einschränkung fortgeführt, die Gehälter der Mitarbeiter sollen gesichert sein. Die Perspektiven sind nach Einschätzung von Zarzitzky gut. „Aufgrund der technologischen Reife und der validierten Marktpositionierung sind die Aussichten für die Sanierung im Rahmen eines strukturierten Investorenprozesses äußerst positiv“, so der Jurist. Das Unternehmen stehe kurz davor, Kostenparität zu herkömmlichem Fischmehl zu erreichen und plane eine „massive Expansion“ in den US-Markt für Heimtier- und Geflügelfutter. Laut Zarzitzky wurden bereits erste Gespräche mit interessierten Investoren geführt. Ziel sei es, das Unternehmen unter dem Dach eines starken strategischen Partners langfristig zu stabilisieren und die Arbeitsplätze am Standort Bergkirchen zu erhalten. FarmInsect wurde 2020 gegründet und verkauft automatisierte Mastanlagen für die Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege. Das Konzept sieht vor, dass landwirtschaftliche Betriebe Reststoffe als Futter für die Larven nutzen und diese wiederum als Proteinfutter verwenden. Nach Angaben der Insolvenzverwaltung wurden seit der Gründung des Unternehmens rund 16,2 Mio. Euro in die Entwicklung investiert. Neben Eigenkapital waren auch Investoren ins Boot geholt worden. 2022 war das Unternehmen vom Europäischen Innovationsrat (EIC) für eine Förderung in Höhe von 2,5 Mio. Euro ausgewählt worden. 2023 waren im Rahmen einer Finanzierungsrunde 8,0 Mio. Euro eingeworben worden. AgE
Der Sommer wird wohl erneut heiß
Landwirte in Deutschland müssen sich für den Sommer 2026 erneut auf überdurchschnittlich hohe Temperaturen einstellen. Laut Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegt die Wahrscheinlichkeit dafür im bundesweiten Mittel aktuell bei rund 81%, während sie im Norden etwas geringer ausfällt. Kurzfristig deuten die Vorhersagen des DWD zudem auf trockene Bodenverhältnisse hin. Bis Mitte April bestehe vor allem in Ostdeutschland eine hohe Wahrscheinlichkeit für geringere Bodenfeuchte, so der Wetterdienst. Diese Tendenz werde sich jedoch im weiteren Jahresverlauf abschwächen, sodass für den Sommer nur noch in Teilen Sachsen-Anhalts leicht trockenere Bedingungen erwartet werden. Die Zuverlässigkeit seiner Prognosen untermauert der DWD mit dem Hinweis, dass auch seine Vorhersage für den Sommer 2025 eingetroffen sei.
2025 war „nur“ das achtwärmste Jahr Laut dem Leiter der Abteilung Klimaüberwachung beim DWD, Dr. Andreas Becker, hat 2025 bezogen auf die Jahresmitteltemperatur eine „kleine Atempause“ gebracht. Denn im Vergleich zu den drei aufeinanderfolgenden Rekordjahren von 2022 bis 2024, war das vergangene Jahr „nur“ das achtwärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1881, berichtete Becker bei der diesjährigen Klimapressekonferenz des DWD am Dienstag (31.3.) in Berlin. Allerdings bedeutet Becker zufolge ein national nicht rekordwarmes Jahr noch „keine Entwarnung im globalen Maßstab“. Denn weltweit betrachtet war 2025 ihm zufolge das drittwärmste Jahr überhaupt. Analysen unter anderem des DWD kommen zu dem Schluss, dass das 1,5°-Ziel des Pariser Klimaabkommens im Zeitraum von 2028 bis 2035 dauerhaft überschritten wird. Von einem Ende oder auch nur einer relevanten Abbremsung des Klimawandels könne vor diesem Hintergrund keine Rede sein, so Becker. Laut dem DWD war es 2025 nicht nur deutlich heißer, sondern auch trockener. So gab es in Deutschland mit im Mittel 642 Millimetern jeweils 19% weniger Niederschlag, als es der Mehrjahresschnitt der Zeiträume 1961-1990 und 1991-2020 erwarten lassen hätte.
Langfristige Referenz-Ensemble Der Wetterdienst stellte vor der Hauptstadtpresse jetzt zudem die neuen sogenannten Referenz-Ensembles vor, mit denen erstmals eine bundesweit einheitliche und zugleich regional differenzierte Datengrundlage für Langzeitprojektionen zur Verfügung steht. Erste Auswertungen zeigen demnach bis zum Jahr 2100 einen weiteren deutlichen Temperaturanstieg in Deutschland. Hitzewellen infolge der Erderwärmung dürften künftig vor allem Süd- und Ostdeutschland treffen, wobei steigende Temperaturen grundsätzlich in allen Regionen und Jahreszeiten zu erwarten sind, mit den stärksten Effekten im Sommer. Beim Niederschlag ergibt sich hingegen ein weniger eindeutiges Bild, so der DWD. Die Experten rechnen mit den größten Zunahmen im Winter im Norden sowie im Frühjahr im Nordosten Deutschlands. Für den Sommer deuten die Projektionen auf trockenere Bedingungen insbesondere im Westen hin, während im Nordosten eher mit mehr Niederschlag zu rechnen ist. Im Südosten könnten zudem die Herbstmonate trockener ausfallen. AgE

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