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AKTUELLES

Mehr Ausbrüche in Deutschland
Lebensmittelbedingte Krankheiten waren im Jahr 2024 in Deutschland wieder auf dem Vormarsch. Das zeigt der jährliche nationale Bericht zu der Thematik, der jetzt vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) und dem Robert Koch-Institut (RKI) vorgelegt wurde. Demnach wurden 2024 mehr lebensmittelbedingte Krankheitsausbrüche gemeldet als in den vier Jahren zuvor, und auch die Zahl der Erkrankten ist gestiegen.
Die häufigsten Verursacher von Krankheitsausbrüchen in Deutschland waren – wie in den Vorjahren – Salmonellen und Bakterien der Gattung Campylobacter. Dem Bericht zufolge gingen im vergangenen Jahr Meldungen zu 271 lebensmittelbedingten Krankheitsausbrüchen ein. Die Ausbrüche führten zu mindestens 2.400 Erkrankungen, 451 Hospitalisierungen und acht Todesfällen. In den vier Jahren davor waren es im Durchschnitt jährlich rund 191 Krankheitsausbrüche mit 1.515 Erkrankungen.
Die meisten der mit hoher Evidenz aufgeklärten Krankheitsausbrüche wurden laut BVL und RKI durch Lebensmittel der Kategorien „Fleisch und Fleischerzeugnisse“ sowie „Gemüse und Gemüseerzeugnisse“ verursacht. Im Trend der letzten fünf Jahre zeige sich eine Zunahme der Ausbrüche durch pflanzliche Lebensmittel. Während es im Jahr 2020 noch vier Ausbrüche dieser Art gewesen seien, habe man 2024 bereits zwölf der Ausbrüche durch Gemüse, Getreideerzeugnisse oder Beeren und Früchte verzeichnet.
Dennoch lägen die tierischen Lebensmittel im Jahr 2024 mit einem Anteil von 47% noch vor den pflanzlichen Lebensmitteln mit 33% als Verursacher von Ausbrüchen, heißt es in dem Bericht. Im Vergleich zu den vier Vorjahren seien 2024 erstmals die meisten Krankheitsausbrüche in Betrieben der Kategorie „Take-Away und Fast-Food-Imbisse“ verursacht worden. An zweiter Stelle folgten die Privathaushalte.
Der Bericht zeige, dass auch pflanzliche Lebensmittel, die oft ohne weitere Hitzebehandlung als Salatzutaten verzehrt würden, Krankheitsausbrüche verursachen könnten, erklärte BVL-Präsidentin Prof. Gaby-Fleur Böl. Diese und weitere Erkenntnisse könnten dem Risikomanagement und auch den Verbrauchern helfen, lebensmittelbedingte Erkrankungen unter anderem durch gute Küchenhygiene zu vermeiden und zukünftige Ausbruchsgeschehen zu verhindern. AgE
Es brodelt im Berufsstand
In mehreren Mitgliedstaaten der EU stehen in den kommenden Tagen wieder Bauernproteste an. Zugleich scheint aktuell eine Einigung über die Ratifizierung des Freihandelsabkommens mit den Mercosur-Staaten immer wahrscheinlicher zu werden, was wiederum den Unmut im Berufsstand weiter befeuern würde.
Verhältnismäßig ruhig sollte zumindest nach derzeitigem Stand die Lage vorerst in Deutschland bleiben. Für den 8. Dezember haben der Bauernbund Brandenburg und die DLW Partei dazu aufgerufen, an Autobahnauffahrten in Mecklenburg-Vorpommern und Nordbrandenburg gegen das Abkommen zu protestieren. Andere Branchenorganisationen halten das allerdings nicht für die richtige Vorgehensweise. Der Landesbauernverband Brandenburg (LBV) mahnte eine „Refokussierung“ auf die Kernanliegen des Berufsstandes an. Diese müssten „zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und bei den richtigen Adressaten“ platziert werden.
„Autobahnzufahrten sind kein guter Ort für den berechtigten Protest der Landwirte gegen die aktuelle Agrarpolitik“, erklärte LBV-Präsident Henrik Wendorff. Nach seinen Worten würde das Mercosur-Abkommen „oberflächlich betrachtet“ die wirtschaftliche Situation der Landwirte verschärfen. „Die Ursachen liegen jedoch tiefer, und genau hier setzt die Arbeit der Bauernverbände an“, so der LBV-Präsident. Eine Behinderung der Menschen und der Wirtschaft auf dem Weg zur Arbeitsstätte, Schule oder Kindergarten hält er nicht für zielführend.
Der LBV hat nach eigenen Angaben die realen Auswirkungen des Abkommens auf die Branche analysiert und die Relevanz für Protestaktionen auf der Straße als nicht gegeben eingeordnet. Nach seiner Einschätzung müssen die vorgesehenen Schutzklauseln nachgebessert werden. „Die entscheidende Frage ist nicht das Abkommen selbst, sondern ob Kontrolle, Vollzug und Durchsetzung funktionieren“.
Unmut nach Paris tragen
Auf größere Unruhen kann sich die französische Regierung gefasst machen. Daran konnte auch das Krisentreffen nichts ändern, zu dem Premierminister Sébastien Lecornu am Dienstag (6.1.) die Spitzen der wichtigsten Agrarverbände nach Paris geladen hatte. Konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Landwirte will der Regierungschef erst am Freitag (9.1.) präsentieren. Am selben Tag soll nach aktuellem Stand in Brüssel der Ständigen Ausschuss der EU-Botschafter (Coreper) über die Ratifizierung des Mercosur-Abkommens abstimmen.
Der kleinere Landwirtschaftsverband Coordination Rurale (CR) machte nach dem Treffen mit Lecornu unmissverständlich klar, zeitnah wieder in Paris demonstrieren zu wollen. Fraglich dürfte nur noch sein, wie weit der Staat gehen wird, um dabei den Einsatz von Traktoren zu unterbinden. Laut CR-Präsident Bertrand Venteau sollen die ersten Protestzüge am Donnerstag (8.1.) die Außenbereiche der Hauptstadt erreichen.
Vorerst zurückhaltender zeigt sich der französische Bauernverband (FNSEA). Verbandschef Arnaud Rousseau erwartet, dass die Regierung langjährige Forderungen seines Verbandes umsetzt. Dazu zählen etwa der Abbau von Bürokratie, stärkere Unterstützung für die Winzer und Rückenwind für den Bau von Wasserspeichern. Nach den Vorstellungen des FNSEA sollte ein spezielles Gesetz verabschiedet werden, dass auf einen Schlag mehrere regulatorische Hürden beseitigen soll. Als Vorbild soll der Rechtsakt dienen, der für den Wiederaufbau der Pariser Kathedrale Notre-Dame erlassen wurde.
Sollte das Mercosur-Abkommen über die Ziellinie gebracht werden, wird der FNSEA laut Rousseau in der kommenden Woche landesweit auf die Barrikaden gehen. Auch die Planungen für Proteste gemeinsam mit Agrarverbänden aus anderen Mitgliedstaaten sollen bereits laufen; angepeilt wird der 19. Januar in Straßburg.
Frankreich führt Spiegelklauseln ein
Auch die jetzt von der französischen Regierung unilateral erlassenen Spiegelklauseln konnten die Bedenken der Landwirte offenbar nicht in nennenswertem Umfang verringern. Ab dem 8. Januar müssen importiertes Obst und Gemüse frei von den Rückständen bestimmter, in der EU verbotener Pflanzenschutzwirkstoffe sein. Das betrifft Carbendazim, Benomyl, Glufosinat, Thiophanat-methyl und Mancozeb. Auf der Produktseite werden unter anderem Zitrusfrüchte, Stein- und Kernobst sowie Tomaten, verschiedene Getreide sowie Kartoffeln gelistet.
Die neuen Regelungen gelten nun für ein Jahr. Sollte vorher eine entsprechende europäische Regelung in Kraft treten, werden sie ebenfalls aufgehoben. Paris hatte in der Vergangenheit schon mehrfach unter Verweis auf die heimischen Produktionsstandards Importverbote für Lebensmittel erlassen. Seit 2023 dürfen Fleisch und Fleischerzeugnisse aus Drittstaaten nicht mehr eingeführt werden, wenn bei der Erzeugung Antibiotika zur Wachstumsförderung oder zur Leistungssteigerung eingesetzt wurden. 2016 hatte Frankreich ein Importverbot für Kirschen aus Ländern verhängt, in denen die Behandlung mit dem Wirkstoff Dimethoat möglich war, nachdem Paris keine Notfallzulassung für das Insektizid mehr erteilt hatte.
Proteste auch in Spanien, Belgien und Irland
In weiteren Mitgliedstaaten stehen ebenfalls Bauernproteste bevor. Laut dem „Irish Farmers Journal“ werden im irischen Athlone am Samstag bis zu 10.000 Personen bei einer Demonstration gegen das Mercosur-Abkommen erwartet. In Spanien kündigten die drei größten Verbände UPA, COAG und Asaja „handfeste“ koordinierte Aktionen an. Asaja forderte die Regierung in Madrid auf, sich gegen das Freihandelsabkommen zu stellen und eine „Kompensation“ über höhere Agrarfördermittel abzulehnen. In Belgien plant der Algemeen Boerensyndicaat (ABS), in mehreren Regionen Straßen zu blockieren. In Polen hatte es kurz vor dem Jahreswechsel bereits neue Proteste gegeben. AgE
Impfkampagne kommt gut voran
In Frankreich macht die Impfkampagne zur Eindämmung der Lumpy-Skin-Krankheit (LSD) große Fortschritte. Wie das Landwirtschaftsministerium am Dienstag (6.1.) mitteilte, nähert sich der Impfkorridor, der die weitere Ausbreitung der Rinderseuche im Südwesten des Landes stoppen soll, seiner Vollendung. Bis zum Vortag waren den offiziellen Angaben zufolge bereits 558.022 Tiere immunisiert worden; bezogen auf die Gesamtzahl der Rinder in dem Gebiet war das ein Anteil von 77,3%. Insgesamt sollen etwa 750.000 Tiere geimpft werden, und zwar bis Ende Januar.
Angekündigt worden war die Impfkampagne Mitte des vergangenen Monats. Angesichts des zunehmenden Widerstands gegen die vorgeschriebene komplette Keulung betroffener Bestände hatte sich auch Premierminister Sébastien Lecornu eingeschaltet und zusätzliche Ressourcen für die Bekämpfung der LSD angekündigt. Offenbar mit Erfolg werden für die Impfungen unter anderem auch Studierende der Veterinärmedizin, Freiwillige sowie Militärtierärzte eingesetzt; für die Verteilung der Logistik waren Logistiker der Streitkräfte und des Zivilschutzes in Aussicht gestellt worden.
Zuletzt hat sich die Ausbreitung der Krankheit nicht mehr beschleunigt. Nach Angaben der Plattform für Tiergesundheit (ESA) wurden seit dem ersten Nachweis in Frankreich bis zum 6. Januar 117 Ausbrüche der LSD registriert. Die jüngsten Funde gab es am 29. und 31. Dezember im Département Ariège. Eine der betroffenen Herden war erst elf Tage zuvor geimpft worden.
Weitaus ruhiger ist die Lage in Spanien und Italien. Laut ESA wurden bei Frankreichs westlichem Nachbarn seit dem 17. Oktober keine weiteren Fälle mehr registriert. In Italien ist die Ausbreitung allem Anschein nach auch zum Erliegen gekommen; der letzte neue Nachweis datiert auf den 27. Oktober.
Schäden in Millionenhöhe
Noch nicht absehbar ist derweil ein Ende des Widerstands aus Teilen des landwirtschaftlichen Berufsstandes. Für die laufende Woche haben mehrere Verbände landesweit zu Protesten aufgerufen, allerdings dürfte dabei mehr und mehr das Freihandelsabkommen mit den Mercosur-Staaten in den Vordergrund rücken.
In den vergangenen Wochen waren die Proteste im Zusammenhang mit den Keulungen zur Bekämpfung der LSD zunehmend eskaliert, vor allem in der Region an der Grenze zu Spanien. Medienberichten zufolge kam es zu Zusammenstößen mit der Polizei, zahlreiche Verkehrswege wurden blockiert. Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP gilt in mehreren Landesteilen derzeit noch für wenige Tage ein Verbot von Traktordemonstrationen.
Im Département Pyrénées-Atlantiques wurden durch die Protestaktionen nach ersten Schätzungen der Verwaltung Schäden von mehr als 1 Mio. Euro angerichtet. Darin eingerechnet sind unter anderem die Kosten für die Reinigung und Reparatur von Straßen, fehlende Mauteinnahmen, die Beseitigung von Müll und die Reparatur von Kameras zur Verkehrsüberwachung. Im Rahmen der Proteste wurden der Präfektur zufolge „Hunderte Tonnen“ Müll verbrannt.
Ähnliche Folgen dürften die Proteste in den anderen Gebietskörperschaften haben. In den Départements Tarn und Tarn-et-Garonne erstatteten die Präfekten Anzeige. Medienberichten zufolge waren die Straßenblockaden unter anderem zur Entsorgung von asbesthaltigem Material genutzt worden. Zudem sollen öffentliche und historische Gebäude beschädigt worden sein. AgE
Mehr Biomasse verstromt
Im Jahr 2025 wurde in Deutschland mehr Strom aus Biomasse erzeugt als im Jahr davor. Wie Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) zeigen, belief sich die Stromproduktion aus Biomasse auf rund 41,1 Terawattstunden, nach 37 Terawattstunden im Jahr 2024. Davon wurden etwa 36 Terawattstunden in das öffentliche Stromnetz eingespeist, während 5,1 Terawattstunden im Eigenverbrauch genutzt wurden.
Insgesamt stagnierte im Berichtsjahr der Anteil der erneuerbaren Energien am in das öffentliche Stromnetz eingespeisten Strommix. Er lag, wie bereits 2024, bei 55,9%. Stärkster Nettostromerzeuger blieb die Windkraft, gefolgt von der Photovoltaik. Letztere steigerte ihre Stromproduktion um 21% und überholte damit erstmals die Braunkohle.
Der Anteil der Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern blieb 2025 gegenüber dem Vorjahr weitgehend konstant. Rückgänge bei der Braunkohlestromerzeugung wurden durch eine zunehmende Nutzung von Erdgas ausgeglichen. Gleichzeitig sank der Importanteil am deutschen Strommix im Jahresvergleich.
Ausbauziele verfehlt
In Summe produzierten die erneuerbaren Energiequellen Solar, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie laut ISE im Jahr 2025 rund 278 Terawattstunden, wovon 256 Terawattstunden in das öffentliche Stromnetz eingespeist und 22 Terawattstunden von den Produzenten selbst verbraucht wurden. Die Erzeugung aus erneuerbaren Energien stieg gegenüber dem Vorjahr um 6 Terawattstunden. Dennoch verfehlt die erneuerbare Nettostromerzeugung deutlich den für 2025 angestrebten Wert von 346 Terawattstunden.
Trotz eines witterungsbedingten Rückgangs blieb die Windkraft mit 132 Terawattstunden der wichtigste Nettostromerzeuger. Die Produktion lag damit aufgrund einer mageren Windausbeute um 3,2% unter dem Vorjahresniveau. Auf Onshore-Wind entfielen rund 106 Terawattstunden, während Offshore-Anlagen etwa 26,1 Terawattstunden erzeugten. Der Ausbau der Windenergie blieb deutlich hinter den politischen Zielvorgaben zurück: Bis Ende 2025 war eine installierte Leistung von 76,5 Gigawatt vorgesehen, tatsächlich erreicht wurden laut jedoch nur 68,1 Gigawatt. Photovoltaikanlagen erzeugten im Jahr 2025 insgesamt rund 87 Terawattstunden Strom.
Solarverband
Trotz der positiven Erzeugungsentwicklung bei der Photovoltaik warnt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) vor einer rückläufigen Dynamik beim Ausbau. Eine Verschlechterung der regulatorischen Rahmenbedingungen müsse unbedingt vermieden werden, mahnte der Branchenverband.
Zwar sei die Stromerzeugung aus Solaranlagen deutlich gestiegen, das Ausbautempo habe sich im Jahr 2025 jedoch verlangsamt. Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Carsten Körnig, appellierte an die Bundesregierung, weitere Marktbarrieren abzubauen. Gleichzeitig dürften die Förderbedingungen „keinesfalls“ wieder verschlechtert werden, mahnte er. AgE
Dänemark schränkt Fixierung ein
Dänemark schafft die Fixierung von Sauen in Abferkelbuchten sukzessive ab. Mit einer am 1. Januar 2026 in Kraft getretenen Verordnung dürfen Sauen nur noch für wenige Tage um den Abferkeltermin herum in Ferkelschutzkörben fixiert werden, während dies bislang während der gesamten Abferkel- und Laktationszeit erlaubt war. Mit der Fixierung soll verhindert werden, dass sich die Sau auf die neugeborenenen Ferkel legt und diese erdrückt. Laut dem dänischen Landwirtschaftsministerium werden jetzt die Regeln verschärft, da die Fixierung das natürliche Verhalten und damit das Wohlergehen der Sau beeinträchtigt.
Künftig sollen dänische Sauen sich in den Abferkelbuchten frei bewegen können. Daher werden auch Anforderungen an die Größe gestellt. Künftig müssen Sau und Ferkel mindestens 6,5 Quadratmeter Bodenfläche zur Verfügung haben. Für die neuen Vorschriften gilt eine Übergangsfrist von 15 Jahren für Bestandsanlagen. Landwirte, die bereits auf Freilandhaltung umgestellt haben, haben sogar 25 Jahre Zeit, um alle Anforderungen zu erfüllen. Die Verschärfung geht auf das Tierschutzabkommen „Gemeinsam für die Tiere“ zurück, das im Februar 2024 beschlossen worden war und für mehr Tierwohl in Dänemark sorgen soll. AgE
Zölle auf EU-Milchprodukte verhängt
China erhebt vorläufige Antidumpingzölle gegen Milchprodukte aus der Europäischen Union. Wie das chinesische Handelsministerium (MOFCOM) mitteilte, wird die Einfuhrabgabe ab Dienstag (23.12.) in Form einer Kaution erhoben und beträgt je nach Unternehmen zwischen 21,9 und 42,7% des Warenwertes.
Die EU-Kommission bezeichnete die Maßnahme als „ungerechtfertigt“. „Die Untersuchung fußt auf fragwürdigen Vorwürfen und unzureichenden Beweisen“, stellte ein Sprecher der Brüsseler Behörde am Montag (22.12.) klar. Die Kommission werde alles dafür tun, europäische Landwirte, Exporteure und die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) gegen unfaire Handelsschutzmaßnahmen zu verteidigen.
China stört sich an EU-Subventionen
Peking hatte das Verfahren im Sommer 2024 eingeleitet und mit vermeintlichem Dumping durch die europäische Konkurrenz begründet. Um den Dumpingvorwurf zu untermauern, legte das Handelsministerium unter anderem eine Liste von Subventionsprogrammen der EU und einzelner Mitgliedstaaten vor, die den Markt zuungunsten chinesischer Erzeuger verzerren sollen.
Die vorläufigen Zölle betreffen laut MOFCOM verschiedene Käse-, Milch- und Sahneprodukte. Neben der Zollankündigung veröffentlichte das Ministerium eine Liste europäischer Unternehmen mit den jeweils geltenden spezifischen Zollsätzen. So wird auf Milchprodukte des Deutschen Milchkontors (DMK) und von Arla Foods beispielsweise eine Zollkaution in Höhe von 28,6% erhoben. Den niedrigsten Satz von 21,9% muss die italienische Firma Sterilgarda Alimenti entrichten. Für die Unternehmen, die nicht ausdrücklich aufgeführt sind, gilt der Höchstsatz von 42,7%.
Finale Entscheidung steht noch aus
Das letzte Wort hat Peking indes noch nicht gesprochen. Nach Angaben der EU-Kommission wird eine endgültige Entscheidung bis zum 21. Februar 2026 erwartet. Vergleichbare Verfahren, etwa gegen europäisches Schweinefleisch und Weinbrand, haben gezeigt, dass die endgültig festgesetzten Zölle in der Regel niedriger ausfallen als die vorläufig erhobenen. Auch eine Rückerstattung der hinterlegten Zollkautionen ist denkbar.
Beobachter werten das Vorgehen Pekings als Vergeltungsmaßnahme gegen europäische Bestrebungen, chinesische Autoimporte stärker zu regulieren. Aber auch ein Schutz der in Teilen noch wenig wettbewerbsfähigen chinesischen Agrarwirtschaft könnte ein Grund für die zunehmende Abschottung sein. AgE
EU in kritischer Abhängigkeit
Die Europäische Union ist bei wichtigen Futtermittelzusatzstoffen von Drittstaaten abhängig. Darauf hat der Europäische Verband der Futtermittelhersteller (FEFAC) Aufmerksam gemacht. Der Verband fordert, die Versorgung mit den Substanzen als „kritisch“ einzustufen und Maßnahmen zu ergreifen, um insbesondere unabhängiger von China zu werden.
Laut einer Analyse des Verbandes besteht bei fast allen in Tierfutter verwendeten Vitaminen und Aminosäuren in Sachen Versorgung ein hohes „geopolitisches Risiko“. Vor allem China habe auf den globalen Märkten eine sehr dominante Position und für einige Stoffe einen faktischen Monopolstatus. Die Möglichkeiten zur Diversifizierung der Bezugsquellen seien damit für Europa stark eingeschränkt, heißt es in dem Bericht.
Um die Abhängigkeit von geopolitisch risikobehafteten Lieferanten zu verringern, fordert der FEFAC Investitionen in Produktionskapazitäten innerhalb der EU, um den Bedarf decken zu können. Genannt werden in diesem Zusammenhang die Vitamine B5, B9, B12, C, H und K3 sowie nahezu alle Aminosäuren, mit Ausnahme von Methionin. Aus Sicht des Dachverbandes muss die Produktion in die EU oder zumindest in gleich gesinnte Länder wie das Vereinigte Königreich oder die Schweiz rückverlagert werden.
Dabei sollten die Maßnahmen, die die Wettbewerbsfähigkeit der EU-Produktion von Vitaminen und Aminosäuren stärken sollen, jedoch vor allem auf eine Senkung der Produktionskosten abzielen und nicht zulasten des EU-Tierhaltungs- und Aquakultursektors gehen, mahnt der Verband. Denn die tierische Produktion sei in der EU bereits jetzt einem unlauteren Wettbewerb durch Lieferanten aus Drittländern ausgesetzt.
China hat bis 100% Marktanteil
Wie in der Analyse ausgeführt wird, sind die globalen Märkte für Vitamine und Aminosäuren stark konzentriert. Weltweit produzieren lediglich zehn Länder Vitamine und elf Länder Aminosäuren. China ist demnach das einzige Land, das alle Vitamine und alle Aminosäuren herstellt, mit Marktanteilen zwischen etwa 25% bei Methionin und bis zu 99% bei Vitamin H beziehungsweise Biotin.
Der EU-Futtermittelsektor importiert laut FEFAC zwischen 35 und 100% seines Vitaminbedarfs sowie mehr als 95% der essenziellen, fermentativ hergestellten Aminosäuren. China ist dabei der wichtigste Lieferant für alle Vitamine und Aminosäuren und in einigen Fällen sogar der einzige Anbieter, etwa bei den Vitaminen B1, B12 und H. Vollständig abhängig ist die EU von Importen bei den Vitaminen C, B9 und K3. Bei den Vitaminen B3, B12 und H liegt die Importabhängigkeit bei über 75%. AgE
Praxis drängt auf Nachbesserungen
Mit harscher Kritik haben der Industrieverband Agrar (IVA) und der Deutsche Bauernverband (DBV) auf den Vorschlag der EU-Kommission zur Vereinfachung von Rechtsvorschriften bei der Lebens- und Futtermittelsicherheit reagiert. Der Schwerpunkt des Omnibuspakets liegt bekanntlich darauf, die Zulassungsverfahren von chemischen und biologischen Pflanzenschutzmitteln sowie Bioziden zu vereinfachen.
Aus Sicht des IVA liefert Brüssel jedoch zu wenig Impulse, um die bestehenden Probleme beim Pflanzenschutz grundlegend zu lösen. Das aber ist aus Sicht des Verbandes dringend notwendig, um biologische und chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel der Landwirtschaft in ausreichendem Maße zur Verfügung zu stellen. Bezüglich des Vorschlags der Brüsseler Behörde zur Änderung der Festlegung von Rückstandshöchstgehalten spricht sich der IVA für die Beibehaltung des risikobasierten Ansatzes aus.
IVA-Hauptgeschäftsführer Frank Gemmer mahnte eine fundamentale Neuausrichtung der Pflanzenschutz-Regulierung an, um eine balancierte und risikobasierte Bewertung zu ermöglichen und Innovationen zu fördern. Sollte sich an der Verfügbarkeit wirksamer Pflanzenschutz-Lösungen nichts ändern, befürchtet er „dramatische Folgen für die Versorgung von Lebensmitteln aus regionalen Produkten“.
Produktimport wird in Kauf genommen
DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet begrüßte die vorgeschlagenen Erleichterungen für die Zulassung von biologischen Pflanzenschutzmitteln. Jedoch würden gleichzeitig bei den hocheffizienten chemisch-synthetischen Mitteln die Regeln weiter verschärft, kritisierte Sabet. Dabei seien die biologischen Produkte auf absehbare Zeit kein gleichwertiger Ersatz. Zudem bestehe in vielen Bereichen bereits jetzt ein erheblicher Mangel an geeigneten Wirkstoffen, betonte die DBV-Generalsekretärin.
Nach ihrer Einschätzung wird damit sehenden Auges in Kauf genommen, dass viele Kulturen zukünftig nicht mehr in Europa angebaut werden können. „Stattdessen werden sie dann aus anderen Erdteilen importiert“, so Sabet. Der DBV rief das EU-Parlament und die Mitgliedstaaten auf, den Entwurf im Sinne der Landwirtschaft und der Versorgungssicherheit zu überarbeiten. AgE

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